Wegwerfmentalität – nein danke! DIY-Wattepads

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April 19, 2014 von cairnsbirdwing

Endlich endlich endlich!

Feiertage, ein freies Wochenende!

In letzter Zeit, habe ich den Eindruck, dass die Zeit einfach verrinnt, die Tage an mir vorbei sausen und mir die Zeit für die schönen Dinge des Lebens einfach davonfliegt.

Mein letzter Blogeintrag ist von Anfang Februar, jetzt ist Mitte April. Das ist definitiv ein viel zu großer Abstand. Das wird sich in nächster Zeit wieder ändern.

Heute habe ich aber ein tolles kleines Projekt für euch. Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit dem Konzept der Nachhaltigkeit und Überlege ständig, wie ich meinen Müll, meinen „Plastikkonsum“ und meine Wegwerf-Einweg-Gewohnheiten erfolgreich reduzieren könnte.

Einfach ist das nicht, denn unsere Gesellschaft hat diese Gewohnheiten perfektioniert. Trotzdem versuche ich es in meiner kleinen Welt und als gutes Beispiel voran zu gehen.

Bei meiner Suche nach Projekten – ob nun extra umweltbewusst oder nicht so richtig – stolpere ich immer wieder über tolle kleine Ideen. Letztes Jahr habe ich zu meinem Geburtstag von einer Freundin die englische Ausgabe von Mollie Makes bekommen. Kennt ihr diese Zeitschrift? Die ist einfach toll. Mit so schönen kleinen Projekten, Ideen und Inspirationen. Es gibt sie auch auf Deutsch und ich schaue sowohl gerne in die Zeitschrift, wie auch auf der Homepage vorbei.

Diese wunderbaren waschbaren Wattepads zum selberhäkeln habe ich in der Zeitschrift gefunden.

Ein Eimer voller Wattepads...

Ein Eimer voller Wattepads…

Was ihr braucht sind zwei Knäuel Baumwolle (50g pro 130 Meter), eine 4mm Häkelnadel und eine Wollnadel zum vernähen. Und natürlich auch ein bisschen Zeit, ich habe meistens abends beim Fernsehgucken gehäkelt.

Meine Pads sind leider nicht aus Baumwolle, weil ich im Winter damit angefangen habe und ich im Wollladen meines Vertrauens keine Baumwolle bekommen habe. Wenn ich mich recht erinnere – das Schild habe ich schon vor Ewigkeiten weggeworfen – war es Schurwolle. Welche Wolle es auch immer war, sie ist schön weich, für das Gesicht geeignet und waschbar.

Da ich im Anleitungen schreiben für Häkelsachen furchtbar unnütz bin – ich habe mir das häkeln letztes Jahr über Youtube-Anleitungen beigebracht – habe ich euch heute nur ein paar Bilder mitgebracht und den Link zur Originalanleitung (auf englisch). Vielleicht nutzten die Bilder euch zur Orientierung.

Man beginnt mit einem magischen Ring/ Kreis, in den man dann Puff-Stiche/ Büschelmaschen häkelt.

Der magische Ring (nicht zu erkennen) mit dem ersten Puff-Stich!

Der magische Ring (nicht zu erkennen) mit dem ersten Puff-Stich.

Weiter gehte es mit den Puff-Stichen (ich fand den Namen echt seltsam, aber ob ich Büschelmasche besser finde, weiß ich noch nicht!)

Hier kann man den magischen Ring unter den Puff-Stichen/ Büschelmachen gut erkennen!

Hier kann man den magischen Ring unter den Puff-Stichen/ Büschelmachen gut erkennen!

Insgesamt werden in der ersten Runde acht Puff-Stiche gehäkelt.

Hier kann man gut erkennen, wie die Maschen im Kreis angeordnet sind!

Hier kann man gut erkennen, wie die Maschen im Kreis angeordnet sind!

 Den magischen Ring kann man dann ganz einfach zuziehen, damit man kein Loch in der Mitte hat. Seit ich den magischen Ring kenne ist mein Leben so viel einfacher! Ich liebe den magischen Ring!

Der magische Kreis zugezogen. Sieht fast schon wie ein Wattepad aus, oder?

Der magische Kreis zugezogen. Sieht fast schon wie ein Wattepad aus, oder?

Im Anschluss wird dann eine zweite Reihe Puff-Stiche gehäkelt, damit der Wattepad auch ungefähr die Größe eines handelsüblichen Wattepads hat. Dabei werden jeweils zwei Puff-Stiche in die Luftmasche zwischen den Puff-Stichen der ersten Runde gehäkelt.

Die zweite Reihe ist fertig. Nur noch gut vernähen und dann ist der Wattepad gebrauchsfertig!

Die zweite Reihe ist fertig. Nur noch gut vernähen und dann ist der Wattepad gebrauchsfertig!

Den Ring in der Mitte – wem es auf dem Photo aufgefallen ist – sollte man vor dem vernähen noch einmal gut zuziehen, damit eben kein Loch in der Mitte bleibt. Das wäre beim Abschminken eher unpraktisch!

Mit einer Wollnadel wird das ganze noch vernäht, damit der Wattepad auch ordentlich hält!

Mit einer Wollnadel wird das ganze noch vernäht, damit der Wattepad auch ordentlich hält!

Ich benutze die Wattepads zum Abschminken. Sowohl mein Augen Make-up, wie auch mein (Gesichts-)Make-up lassen sich damit wunderbar entfernen und danach schmeiße ich sie in die Wäsche. Da werden sie dann bei 30 Grad einfach mitgewaschen, getrocknet (an der Wäscheleine) und dann wieder benutzt. Sie können beim Waschen etwas kleiner werden und wenn ihr knallige Farben benutzt (wie ich), werden sie an manchen Stellen etwas heller.

Der Photobeweis.

Der Photobeweis. Farblich ist der Pad auf mein Bad perfekt abgestimmt!

Für meine Schwägerin habe ich aus ihren alten Wollresten eine ganz bunte Schar gehäkelt. Eurer Phantasie sind also farblich keine Grenzen gesetzt! Viel Spaß beim nachhäkeln!

Die bunte Wattepad-Schar meiner Schwägerin!

Die bunte Wattepad-Schar meiner Schwägerin!

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8 Kommentare zu “Wegwerfmentalität – nein danke! DIY-Wattepads

  1. Schokohimmel sagt:

    Sehr schön! Für so etwas fehlt mir leider echt das Talent. Daumen hoch! 🙂

  2. siska sagt:

    oh das habe ich jetzt auch noch nicht gehört, definitiv eine überlegung wert!

  3. pzychobunny sagt:

    Nach deinem Kommentar musste ich gleich mal nach deinen Häkel-Wattepads suchen. Die sind ja echt superniedlich! Ich glaub da dürfen sich auch ein paar zu meinen Tawashis gesellen (aktuell hab ich etwa zehn Tawashis und wenn mal ne stressige Woche ist und ich nicht so oft zum Waschen komme oder wenn wir zu zweit einfach keine Maschine voll kriegen, dann könnte es etwas knapp werden).

    • Danke! Ich habe so viele gehäkelt dass ich das Problem mit dem Waschen glücklicherweise nicht habe. Aber ich hatte mir schon überlegt mal Waschlappen zu häkeln und deine Tawashis sind einfach so goldig und eine super Variante die ich definitiv ausprobieren werde.

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