Eine Sünde am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen!

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Oktober 12, 2013 von cairnsbirdwing

Wenn ich so aus meinem Fenster schaue, dann wird es doch deutlich: Es ist Herbst.

Das leichte Grau des Himmels, der Nieselregen, die sich rapide verfärbenden Blätter an den Bäumen und die Menschen die frierend durch die Straßen laufen.

Ich finde es draußen im Moment ganz angenehm, klar es ist nicht mehr so schön warm, aber in meiner Fleecejacke und in meinen dicken Schaal eingemuckelt kann mir das Wetter nichts anhaben. Für den leichten Nieselregen, der im Moment die Gärten berieselt, brauche ich auch definitiv keinen Regenschirm. Um meine Mutti zu zitieren: Kind, du bist ja nicht aus Zucker.

Mr. Hubster geht im Moment nicht so gerne vor die Tür, brrr ist das kalt, sagt er immer. Ich zucke dann nur mit den Schultern und sage: Geht doch. Manchmal frage ich mich echt, ob ich nicht mehr ganz gaga bin, denn im Winter friere ich mir bei diesen Temperaturen den Popo ab, bibbere und zittere und verfluche den Wettermann vom Fernsehn, dass er nicht besseres Wetter herbeizaubern kann – es sei denn es schneit, dann gibt es für mich kein Halten mehr.

Vielleicht liegt es einfach an den schönen bunten Farben draußen und dem Nieselregen, dass ich mich so wohl fühle.

Vielleicht liegt es aber auch einfach an den ganzen tollen Gewürzen, die man in dieser Jahreszeit wieder auspackt, weil sie einfach dazu gehören, wie – ja wie was eigentlich? Ich weiß es nicht. Da wir aber noch nicht in der Weihnachtszeit sind – ich wehre mich bis Ende November gegen den von den Supermärkten verordnete Weihnachtsleckereien-Einkaufswusel – habe ich bis jetzt nur den Zimt ausgepackt.

Zimt kann ich eigentlich das ganze Jahr überall drüber streuen, aber ich muss gestehen, ab den ersten Herbsttagen schmeckt er hundertmal so gut und gibt einem dieses wohlig-warme Gefühl.

Heute morgen habe ich ein bisschen wohlig-warmes Gefühl gebraucht, denn aus dem Bett aufstehen ist an manchen Tagen schwerer als an anderen, und heute war so ein Tag, an dem sich Bett doch wesentlich besser anhört als Schreibtisch.

Aber: Ein gutes Frühstück lockt mich immer aus dem Bett, selbst wenn ich es mir selber machen muss.

Was soll ich sagen. Dieses Frühstück ist einfach, schnell gemacht, lecker und absolut ungesund. Was mich aber nie daran hindert, es mit größter Freude immer und immer und immer wieder zu essen.

Die Rede ist von Zimttoast.

Jup, Zimttoast.

Jetzt sagt mir nicht, ihr habt noch nie Zimttoast gegessen.

Nie?

Ich kann euch sagen ihr habt definitiv was verpasst und solltet es so schnell wie möglich nachholen. Und extra für euch – und Frl. Moonstruck – habe ich für euch heute das ultimative Zimttaost-Rezept mitgebracht.

Grundlage für das perfekte Zimt-Toast ist natürlich die Butter. Sie sollte weich sein, also Zimmertemperatur haben, sodass ihr sie mit einer Gabel schön zerdrücken könnt.

Die Grundlage muss schön zermatscht werden...

Die Grundlage muss schön zermatscht werden…

Den Zucker und den Zimt zur Butter geben und alles so lange verrühren, bis es eine homogene Masse ist.
Ich könnte mich schon alleine in diese Mischung reinsetzen, bei Butter und Zucker gibt es bei mir eh schon kein Halten mehr, aber gibt es dazu noch Zimt, dann ist der 30 Sekunden Küchentanz schon mal vorprogrammiert.

Jetzt gehts los! Schön vermischen!

Jetzt gehts los! Schön vermischen!

Zucker-Zimt-Butter check!

Jetzt kommt die zweite extrem wichtige Zutat, ohne die ein Zimttoast gar kein Zimttoast wäre – der Toast.
Da Mr. Hubster kein Vollkorn-Toast isst, gibt es bei uns eigentlich immer das helle Toast, das in jedem Fall noch ungesünder ist, als das Vollkorn-Toast. Zumindest sage ich ihm das immer, um ihn zu ärgern, ob das tatsächlich so ist, weiß ich leider nicht.

Ihr könnt jeden Toast der euch schmeckt verwenden. Den Toast auf ein Backblech verteilen, je nach Größe der Toasts passen 5 bis 6 Toast auf das Blech. Ich hatte Glück, es passten 6 auch wenn meine Butter nur für 5 gereicht hat.

Toast auf Backblech. Ein Kunstwerk.

Toast auf Backblech. Ein Kunstwerk.

Jetzt geht es ans fertig machen. Die Butter-Mischung gleichmäßig auf dem Toast verteilen, bis an die Ränder. Das ist wichtig, weil sonst der Rand trocken wird und verbrennen kann. Das will ich definitiv nicht – und ihr auch nicht.

Auch den Rand gut einstreichen. Sonst passiert das...

Auch den Rand gut einstreichen. Sonst…

Jetzt geht das ganze ab in den Ofen unter den Grill. Ihr müsst den Toast dabei im Auge behalten, sonst verbrennt er euch. Ich habe den Toast auch schon einfach nur bei 200°C im Backofen gebacken. Mit Grill wird er ein bisschen knuspriger.

...passiert das. Am Rand angebrannt!

…passiert das. Am Rand angebrannt!

Ich habe mich in meine Kuscheldecke eingekuschelt, den Stapel Zimttoast vor mir, daneben eine schöne Tasse Tee – ein leichter grüner Tee. Ich sag euch, das war ein Frühstück, das sich lohnt.

Mein Stapel Frühstückstoast!

Mein Stapel Frühstückstoast!

Und weil heute der letzte Tag ist, um am Blogevent von Frl. Moonstruck teilzunehmen und mit ihr den Geburtstag ihres Blogs zu feiern, habe ich noch schnell, auf den letzten Drücker, dieses leckere Rezept eingereicht. Jetzt bin ich gespannt was die Fräuleins der Bloggerwelt morgens so frühstückt! Ich kann es kaum erwarten!

Speise morgens wie ein Fräulein, quer

Zimt-Toast

by me

Lecker lecker lecker!

Lecker lecker lecker!

Zutaten (für 2 Personen)

  • 8 Toastscheiben
  • 125g Butter, Zimmertemperatur
  • 100g (Vanille-)Zucker (oder weniger je nach Geschmack)
  • 1TL Zimt

Zubereitung:

  1. Die Butter mit einer Gabel zerdrücken, mit dem Vanillezucker und dem Zimt vermischen, bis alles gut vermischt ist.
  2. Die Buttermischung gleichmäßig auf die Toastscheiben verteilen. Dabei darauf achten, dass die Butter bis zum Rand gezogen wird!
  3. Auf ein Backblech legen und unterm Grill knusprig garen.
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13 Kommentare zu “Eine Sünde am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen!

  1. ich liebe hier besonders: die bunte Schüssel in der Du die Zimtbutter machst. Den Satz „die zweite wichtige Zutat ohne die Zimttoast kein Zimttoast wäre – Toast“ … und die Vorstellung von karamellisierten, knusprigen Toast, bei dem sich der Butter-Zucker-Zimt-Geschmack langsam in alle Poren vorgearbeitet hat.

    Lecker!

    und zum gemeinen Wetter-Paradoxon: Du bist nicht gaga, nur Herbst-verzaubert 😉

    • Herbst-verzaubert. Was ein schönes Wort. Das muss ich mir merken.
      Die bunte Schüssel ist mein Kinderteller. Da gabs früher immer das Essen (wahrscheinlich Brei) für mich. Der wird in Ehren gehalten und nur für so besondere Anlässe wie Zimtbutter herausgenommen. 😉
      Ich hätte dir ja einen abgegeben, aber du jetzt sind schon alle weg.

  2. Viiielen Dank auch für dein zweites Rezept! 🙂

  3. Ju sagt:

    Ach, Zimt… das geht immer! 🙂

  4. Nom nom nom. Ach komm, schick mir welche, ich sitz gerade hier rum und leide an akutem Zimt-Mangel ;D
    Sehr lecker sehen die aus!
    Herbstliche Grüße,
    Frl. Laune

    • Akuter Zimtmangel. Was für eine Grausame Vorstellung. Das darf mir nie nicht niemals passieren.
      Keine andere Emergency zimtdosis in der Nähe? Bis Launehausen ist es ein langer Weg…

      • Ich erwäge gerade eine Zimtstange aus dem Schrank zu holen um mal todesmutig daran rumzuschlecken… wenn ich nie mehr schreibe hab ich es nicht überstanden.
        ;D
        Liebe Grüße,
        ein zimtiges Fräulein Laune

      • Hallllloooooo????
        Leeeeebst du noch?????
        Oder zuckst du im Zimtschock noch auf dem Boden rum?
        Eine im Zimthimmel befindliche Ina

  5. Corinna sagt:

    Zimt ist auf jeden Fall lecker. Im Moment vor allem im Apfelkompott. Mhmmm… Aber diesen Zimttoast werde ich auf jeden Fall auch ausprobieren. Das klingt nach einer genialen Offenbarung. 🙂

    • Oh ja. Zimt im Apfelkompott. Das ist ein Traum. Ich habe beim Gewürzhändler meines Vertrauens dieses Jahr ein Apfelkuchengewürz erworben. Das ist noch ein bisschen besser.
      Dieser Toast ist tatsächlich einfach nom nom. Ich könnte ihn glatt schon wieder essen.
      Liebe Grüße

  6. […] mit Zimt und Zucker. Pfannekuchen mit Zimt und Zucker. Hefeklöse mit Zimt und Zucker. Zimtoast. Chai Latte. Kakao mit Zimt. Franzbrötchen. Zimt habe ich immer im Haus, eine kleine Packung […]

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