Wenns zum Frühstück was besonderes sein darf…

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Oktober 6, 2013 von cairnsbirdwing

Blogevents sind einfach der Hit schlechthin.

Nicht dass ich die Kreativität besitzen würde, ein eigenes Blogevent ins Leben zu rufen, aber wenn ich so durch die Blogs stöbere oder bei Küchenplausch auf sie stoße, dann spielt sich in meinem Kopf immer ein Film ab. Was könnte ich wohl zu diesem oder jenem Event beisteuern? Wie kommt man nur auf so eine absurde, geniale Idee? Und bei manchen stehe ich einfach nur sprachlos davor, denke, nie im Leben fällt dir dazu was ein.

So ging es mir auch mit dem Blogevent von Frl. Moonstruck kocht:

Speise morgens wie ein Fräulein, quer

Mein Frühstück ist nicht sehr fräuleinhaft, meistens deftig, auch Zwiebelmett mit Zwiebeln, Pfeffer und Salz darf es gerne mal sein. Die meisten schütteln sich bei dieser Kombination am frühen Morgen gewaltig, aber ich stehe da total drauf. Ich hatte das Blogevent schon total vergessen, als ich vor ein paar Tagen wieder darüber stolperte. Da traf es mich wie ein Geistesblitz.

Wir haben hier in Bonn ein wunderschönes kleines französisches Bistro. Falls ihr in der Umgebung wohnen sollte, oder es euch mal nach Bonn verschlägt, dann solltet ihr es auf jeden Fall mal besuchen. C’est la vie heißt dieser kleine Laden und führt die herrlichsten französischen Leckereien, aber auch britisches Backgut findet sich dort. Der Chef hat sowohl in Frankreich wie auch in England gearbeitet. Das Bistro ist mit viel Liebe eingerichtet und ich fühle mich immer als würde ich ein kleines Stück vom (Schlemmereien-)Paradies erleben wenn ich dort bin.

Mein allerliebstes Lieblingsgericht, wenn ich in dem kleinen Bistro verweile? Pain Perdu. Im englischen auch French Toast genannt. Mit ein wenig Joghurt dazu, frischen Beeren und Honig.

Ab und zu, wenn ich mir zu Hause mal was gönnen will, dann mache ich mir Pain Perdu auch zu Hause. Für Frl. Moonstruck und ihren zauberhaften Blog habe ich dieses fräuleinhafte Gericht zuberietet und hoffe, dass es ihr (und natürlich auch euch) beim nachkochen genauso gut schmeckt wie mir. Happy Birthday!

Ein ordentliches Pain Perdu, das heißt für mich, es muss mit Brioche gemacht werden. Leichten, luftigen, lockeren Brioche.

Den müsst ihr unbedingt unbeding unbeding nachbacken!

Den müsst ihr unbedingt unbeding unbeding nachbacken!

Das Rezept dafür habe ich von Aurélie Bastian vom zauberhaften Blog französischekochen. Ihr kennt den Blog bestimmt schon, aber ich habe ihn erst vor kurzem entdeckt und bin total verzaubert. Ich habe lange nach einem guten Brioche-Rezept gesucht und mit diesem habe ich es gefunden. Nicht zu süß und nicht zu buttrig – ideal um es nachher zu Pain Perdu zu verarbeiten. Aurélie hat eine wunderbare Anleitung zum Backen des Brioche geschrieben, mit schönen Photos dazu, daher werde ich euch heute meine Anleitung ersparen.

Ich kann euch nur wärmstens ans Herz legen diesen Brioche nach zubacken.

Für ein ordentliches Pain Perdu brauchen wir aber noch die Masse zum tunken und braten. Ich habe lange recherchiert und französische Rezepte geblättert – thank God for google translate.

Für zwei Personen braucht ihr für die Pain Perdu Tunke 1/4 Liter Milch, 2 Eigelb, 3 EL selbstangesetzten Vanillezucker.

Für die Tunke zunächst die Eigelb mit dem Vanillezucker verrühren, dann die Milch dazu geben und solange rühren bis der Zucker aufgelöst ist. Ich benutzte nur Eigelb, weil mit dem Eiweiß die Gefahr wesentlich höher ist, dass es anbrennt. Ich spreche da aus Erfahrung. Glaubt mir.

Eigelb, Milch und Vanillezucker

Eigelb, Milch und Vanillezucker.

Dann 4 dicke Scheiben vom Brioche abschneiden. Wenn er noch ganz frisch und weich ist, ist er ohne alles am besten, aber für Pain Perdu kann er auch schon mal ein zwei Tage gestanden haben.

Schön locker leicht und luftig. Perfekt für Pain Perdu.

Schön locker leicht und luftig. Perfekt für Pain Perdu.

Die Scheiben in die Tunke legen, kurz einziehen lassen und dann umdrehen – muss ja von beiden Seiten lecker sein.

Erste Seite eingetunkt. Auf dem Weg zum Fräuleinfrüchstück...

Erste Seite eingetunkt. Auf dem Weg zum Fräuleinfrüchstück…

Butter in einer Pfanne schmelzen und die getränkten Brioche-Scheiben bei mittlerer Hitze golbbraun anbraten.

...könnt ihr es schon sehen? Das perfekte Frühstück...

…könnt ihr es schon sehen? Das perfekte Frühstück…

Mit Ahornsirup oder Honig, Joghurt und frischen Früchten garnieren und dann genießen.

Fertig ist es. Das Frühstück nach Art eines Fräulein!

Fertig ist es. Das Frühstück nach Art eines Fräulein!

Ich liebe liebe liebe dieses Frühstück und habe mich am Donnerstag, als ich mir diese Schönheit gegönnt habe gedacht – das musst du dir demnächst öfter gönnen. Denn frühstücken wie ein Fräulein ist schon gar nicht so übel.

Ich bin schon total gespannt, wie die anderen Teilnehmer des Blogevents frühstücken. Habt ihr ein Frühstück, dass ihr euch ab und zu mal gönnt?

Pain Perdu

Ich könnte glatt noch eines machen. Lecker lecker lecker!

Ich könnte glatt noch eines machen. Lecker lecker lecker!

Zutaten:

  • 4 Scheiben Brioche
  • 2 Eigelb
  • 3 EL Vanillezucker (selbstgemacht)
  • 1/4 Liter Milch

Zubereitung:

  1. Die Eigelbe mit dem Vanillezucker vermischen, dann die Milch dazu geben und verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  2. Eine Scheibe Brioche in die Tunke legen, kurz einziehen lassen, wenden, nochmal kurz ziehen lassen, auf ein Brettchen, oder einen Teller legen und mit den restlichen Scheiben widerholen.
  3. In einer Pfanne Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwei getränkte Scheiben in die Pfanne legen, goldbraun anbraten, wenden und auch diese Seite goldbraun anbraten.
  4. Obst nach Saison auf einem Teller anrichten, Joghurt dazu, je zwei Scheiben Pain Perdu auf den Teller geben und in Ahornsirup tränken.
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6 Kommentare zu “Wenns zum Frühstück was besonderes sein darf…

  1. Das klingt extremst lecker. Besonders da ich Brioche über alles liebe. Aber was Dein Zwiebelmett angeht… da bin ich ganz auf Deiner Seite. Immer her mit dem herzhaften Frühstück 😉

    Liebe Grüße
    Christin

  2. Corinna sagt:

    Ich kenne das so ähnlich als Verlegenheitsspeise aus meiner Kindheit. Wir machten es mit Weißbrot und es nannte sich „Armer Ritter“, Mit Brioche schmeckt es aber bestimmt noch besser.

    • Du hast vollkommen recht. Ich kenne das auch von Früher, aber bei uns gab es das nicht so häufig. Ich habe „Armer Ritter“ immer mehr als Auflauf in Erinnerung, warum weiß ich aber auch nicht.
      Mit dem Brioche war es wirklich sehr sehr lecker. Kann ich nur empfehlen.
      Liebe Grüße

  3. Wenn du zwei Scheiben Brioche nimmst, Marmelade dazwischen pappst und dann verfährst wie mit deinen Scheiben, dann hast du etwas, was man bei uns „Pofesen“ nennt! 😀
    Ich möchte auch so ein Bistro in meiner Nähe – neidisch bin :/
    Liebste Grüße von mir zu dir,
    Fräulein Laune

    • Pofesen hört sich schon interessant an, wenn man dann aber weiß was drin ist… nom nom ratzeputz weg. Das wird mit dem nächsten Brioche gleich mal ausprobiert.
      Das Bistro gebe ich auch nicht mehr her. Njam njam. Aber falls es dich mal hier in die Gegend verschlägt dann weißt du ja wo es ist…
      Die liebsten Grüße zurück.

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