Aus der Lamäng…

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September 15, 2013 von cairnsbirdwing

Chile liegt am anderen Ende der Welt – nicht nur gefühlt, sondern auch (fast) tatsächlich.

Warum ich das sage? Ms. Birdie befindet sich gerade dort und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen – okay, das ist mal definitiv nicht wahr, denn sie arbeitet da, aber wenn man in einem Ort mit Strand und Pazifik und Palmen lebt, dann ist der Neid doch ein bisschen zu verstehen, oder?

Aber eigentlich bin ich gar nicht so neidisch – denn noch ist Winter auf der Südhalbkugel. Ich vermisse Ms. Birdie viel mehr, denn Chile ist nicht mal gerade um die Ecke – wie früher.

Und obwohl sie so weit weg von mir ist, hatte ich sie letztens doch ganz nah bei mir, denn ich habe ein Rezept für sie nachgekocht, dass ich ganz oft bei ihr gegessen habe.

Aber nicht nur einfach so, sondern mit Grund.

Für die Hochzeit ihrer Cousine hatten einige Freunde ein Kochbuch geplant. Natürlich kein gewöhnliches Kochbuch, sondern eines zu dem jeder Gast sein Lieblingsrezept beisteuert. Also war mein Auftrag. Das Gericht nachkochen und fotografieren.

Da ich ja ein kleinwenig Erfahrung im kochen und dem gleichzeitigen fotografieren habe, habe ich diese Aufgabe gerne übernommen.
Ohne nachzudenken habe ich gleich ja gesagt. Aber als einige Tage später das Rezept eintrudelte ergab sich für mich ein kleines Problem: Ms. Birdie kocht das Rezept immer aus der Lamäng – was Frei Schnautze heißt.

Ich habe mich also in unbekannte Gefilde aufgemacht, aber bei einer asiatisch angehauchten, süß-sauren Gemüsepfanne mit Pute und Reis konnte ich innerhalb der Vorgaben nur alles richtig machen. Ich kann euch versichern, sie ist mir gelungen und war mega lecker!

Wundert euch bitte nicht, dass das nach so wenigen Zutaten ausschaut, ich habe das ganze auf eine Portion reduziert, da ich alleine gegessen habe.

Die Vorarbeit ist bei dem Rezept echt alles. Wenn alles vorbereitet ist, geht das wirklich schnell! Die Paprika schneiden…

1 Paprika geschnitten

Paprika schön gewürfelt

…die Möhren in Stifte schneiden. Ich mache das echt nicht gerne – dabei geht immer so viel Zeit drauf-, aber es lohnt sich wirklich.

2 Möhren gestiftelt

Möhren gestifelt – die Arbeit lohnt sich echt!

Die Zwiebeln habe ich in Spalten geschnitten, für das ideale Gefühl beim Essen, das Photo ist aber furchtbar unscharf geworden…
Die Ananas-Dose aufmachen, oder die Ananas putzen und in Stücke schneiden, je nachdem was ihr gerade da habt und verkochen wollt. Natürlich auch die Kokosmilch, die Sprossen und Gewürze aufmachen und bereitstellen!

3 Ananas aus der Dose in Würfeln

Ihr müsst nicht die ganze Dose verwenden – Dosierung nach Geschmack!

Dann geht es los mit Braten. Zunächst das Fleisch in einer Pfanne oder einem Topf anbraten. Ich habe es hier schon mit Pfeffer und Paprika gewürzt, damit es schon etwas Geschmack in sich aufnimmt. Dann in eine Schüssel geben und beiseite stellen.

5 Das Fleisch zwischenlagern

Braun angebratenes Fleisch

Jetzt wird das Gemüse fertig gemacht. Dazu zunächst die Zwiebeln anschwitzen, dann die Möhren und die Paprika dazugeben und einige Minuten mitbraten.

6 Gemüse anschwitzen

Das Gemüse muss schwitzen – im Topf

Dann die Sojasprossen hinzugeben – ich habe zwei Gabeln voll geladen und reingeschmissen – für eine Person. Für 4 könnt ihr da ordentlich was reinpacken. Denkt nur dran, dass ihr die Flüssigkeit von den Sojasprossen noch braucht!

7 Sojasprossen

Jetzt kommt der erste Hauch von Asien hinzu!

Das gleiche gilt natürlich für die Bambussprossen. Die geben auch noch mal schön Biss und noch ein bisschen mehr das Gefühl von Asien.

8. Bambussprossen

Und noch ein bisschen Asien… Bambussprossen!

Jetzt die süß-saure Komponente des Gerichtes hinzufügen, auch hier würde ich sagen nach Geschmack. Ich liebe Ananas, auch in meinem herzhaften Essen, deshalb habe ich in meine kleine Portion eher mehr reingeschmissen.

9 Ananas

Die Süß-Saure Komponente. Ananas!

Die restliche Ananas einfach aus der Dose löffeln oder zu einem leckeren Dessert, Kuchen, Torte oder so verarbeiten. Jetzt ein wenig Flüssigkeit der Sojasprossen dazugeben, den Deckel drauf machen und bei mittlerer Hitze gut 10 Minuten köcheln lassen, damit die Möhren bissfest werden und die Paprika auch. Am Ende der Garzeit den Ingwer dazu geben, damit er noch etwas mitkochen kann. Falls zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, einfach noch was von der Sojasprossen-Flüssigkeit dazu geben.

Dann kommt die Kokosmilch zum Einsatz. Meine Dose war klitzeklein, sodass ich sie ganz dazu geben konnte. Ich liebe Kokosmilch und das was sie mit Soßen macht – vor allem indischen Currys. Obwohl ich an sonsten gar keinen Kokos mag. An die Kokosmilch habe ich mein Herz verloren.

10 Kokosmilch

Ich liebe Kokosmilch!

Das ganze noch mal ein paar Minuten köcheln lassen, damit noch ein wenig Flüssigkeit verdampft, aber nicht so lange, dass das Gemüse labbelig wird. Als nächstes geht es ans würzen. Das im Bild ist ein Teelöffel, aber ich liebe Curry – das hier ist Madras Curry – von daher habe ich damit nicht gespart. Salzen und Pfeffern nicht vergessen!

12 Würzen mit Curry

Hm… Lecker Curry.

Mit dem Sambal Olek solltet ihr vorsichtig sein. Ich habe wie ihr seht fast einen ganzen Teelöffel rein gegeben – für eine Person. Das war schön scharf, aber nicht jeder mag es so. Also seid eher vorsichtig!

13 Würzen mit Sambal Olek

Sambal Olek – für die feurige Schärfe!

Wenn ihr die Gemüsemischung nach eurem Geschmack abgeschmeckt habt, dann nur noch das Fleisch dazugeben und noch mal warm werden lassen.

14 Putenfleisch dazu

Putenfleisch dazu und fertig!

Jetzt nur noch den Reis auf euren Teller geben, die Gemüse-Fleisch-Pfanne darauf verteilen und mit dem Essen loslegen.

15 Asiatische Gemüsepfanne mit Reis fertig

Nom Nom. Asiatisch angehauchte, süß-saure Gemüsepfanne mit Reis.

Ich habe mir den Bauch damit vollgeschlagen und ich kann euch nur empfehlen das einmal nachzukochen. Schön fruchtig-knackig. Und auch das aus der Lamäng kochen hat echt viel Spaß gemacht, auch wenn ich euch hier nicht immer die korrekten Angaben machen kann. Aber dadurch könnt ihr das Gericht eurem Geschmack anpassen und das beste aus der Mischung rausholen.

Happy Cooking!

Süß-Saure Gemüsepfanne mit Pute und Reis

by  Ms. Birdie

Leckeres süß-saures Gericht!

Leckeres süß-saures Gericht!

 Zutaten:

  • Reis für 4 Portionen
  • 500g Putenfleisch
  • 2 Möhren
  • 2 Paprika (rot und gelb)
  • 1 Dose Sojasprossen
  • 1 Dose Bambussprossen
  • Ananas (frisch oder aus der Dose), nach Geschmack mehr oder weniger
  • 2 Zwiebeln
  • Ein Stück Ingwer, nach Geschmack mehr oder weniger
  • Currypulver nach Augenmaß
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1TL Sambal Olek (oder mehr, wenn ihr es scharf mögt!)
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Zwiebeln, die Paprika und die Möhren in grobe Stücke schneiden, die Möhren stifteln. Falls die Ananas in einem Stück ist, auch diese in mundgerechte Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und kleinschneiden, alle Dosen öffnen und den Rest bereitstellen.
  2. Den Reis aufsetzt.
  3. Die Pute in Stücke schneiden, das Fleisch anbraten und wenn es fertig ist beiseite stellen.
  4. Die Zwiebeln im gleichen Topf wie das Fleisch anschwitzen, die Möhren und die Paprika dazu geben und das ganze einige Minuten dünsten lassen.
  5. Die Bambus- und Sojasprossen hinzufügen, sowie die Ananas und ein wenig der Flüssigkeit von den Sojasprossen. Das ganze ca. 10 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse knackig, aber noch nicht durch ist. Bei Bedarf noch ein wenig Flüssigkeit nachfüllen. Kurz vor Ende der 10 Minuten den Ingwer hinzufügen und mitkochen.
  6. Die Kokosmilch hinzufügen, sodass eine sämige Konsistenz entsteht.
  7. Mit Salz, Pfeffer, Curry und Sambal Olek abschmecken, das Putenfleisch dazugeben und noch mal warm werden lassen.
  8. Mit dem Reis servieren.
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5 Kommentare zu “Aus der Lamäng…

  1. PurpurBête sagt:

    Gemüse und Kokosmilch mit Currypaste geht ja immer. *schleck*
    Dazu köstlicher Jasminreis … mmmmmh

  2. pzychobunny sagt:

    Das sieht so lecker aus 🙂 Das kommt auf meine koch-ich-im-Urlaub-Liste, aber wohl erst nächste Woche, da ich für heute schon was mit Pute und Ananas eingeplant hab 😉

  3. Mmmmmhhh lecker und schön wenn einen Rezepte verbinden können 🙂
    Liebe Grüße,
    Frl. Laune

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