Und es gibt sie doch…

6

Juli 30, 2013 von cairnsbirdwing

Ich hatte ihn ja schon angekündigt.

Den Besuch bei meiner Tante. Und dem Garten meiner Tante.

Eigentlich sollte der Besuch ja schon letzte Woche Samstag stattfinden, aber wir mussten ihn um eine Woche verschieben – weil die Stachelbeeren noch nicht reif waren.

Also sind wir erst diesen Samstag gefahren. Ich habe einige Bilder schießen können, und natürlich haben meine Mutti und ich schon angefangen die Früchte zu verarbeiten.

Dieses Jahr kam zu den Johannes- und Stachelbeeren auch noch Sauerkischen. Also lasst euch überraschen!
Da wir aber immer noch in der Produktion sind und ich so schnell leider noch nicht schreiben kann, werdet ihr euch noch ein bisschen gedulden müssen.

Daher, liebe Anfängerin, werde ich leider auch erst diese Woche mein absolutes Lieblings-Stachelbeer-Rezept posten können. Du hast also noch ein bisschen Zeit, Stachelbeeren aufzutreiben.

Aber, weil ich es selbst so lange nicht ausgehalten habe und bei uns der Wochenmarkt einfach fantastisch himmlisch toll ist, habe ich letzte Woche eben da ein Schälchen Stachelbeeren gekauft. Beim Kartoffelhöker – der jetzt auch Stachelbeeren und Kirschen und Johannesbeeren und Himbeeren hat, vom eigenen Hof. Der Mann ist uralt, hatte schon zwei Hüft-OPs – immerhin hat man ja zwei Hüften – und bietet auf dem Markt immer noch seine Waren an. Absolut unterstützenswert!

Dort habe ich also meine Stachelbeeren gekauft.
Und erinnert ihr euch noch daran, dass ich erzählt habe, dass ich die als Kind nicht gegessen habe, weil die Haare hatten? Und ich dann behauptet habe, es gibt keine mehr mit Haaren, weil die weggezüchtet wurden?

Denkste!

Ich sah mich also letzte Woche meinen Kindheitsängsten gegenüber gestellt, denn diese Stachelbeeren hatten Haare.

Haare einer Stachelbeere

Seht ihr die Haare???

Könnt ihr sie sehen? Leider ist das Bild unscharf, aber die Haare sind trotzdem ganz gut zu erkennen.

Meinen Opa konnte ich nicht fragen, wie er die Himbeeren früher rasiert hat. Mr. Hubster hat mir einen Vogel gezeigt, als ich ihn gefragt habe wie ich die Haare los werde. Also war ich auf mich alleine gestellt.

Ich war also ganz mutig und habe sie trotzdem verarbeitet. Zu Stachelbeer-Schoko-Muffins – in der Hoffnung, dass die Haare in dem Schokomuffin versinken. Und was soll ich sagen. Es war keines mehr zu sehen, als sie fertig waren!

Ich habe übrigens Bertha eine Pause gegönnt. Die hat sich im Schrank erholen dürfen, da war es nicht so warm und bei ihrem Alter wollte ich sie schonen, wer weiß, ob sie die Arbeit bei der Hitze überstanden hätte.

Deshalb habe ich den ganzen Teig brav mit der Hand gerührt, das war aber kein Problem und meine Arme brauchen so oder so ein paar mehr Muskeln.

Zunächst müsst ihr die Schokolade mit der Butter schmelzen. Ich nehme keine Kuvertüren bei sowas, weil ich den Geschmack einfach nicht mag und die Schokolade funktioniert bisher auch immer einwandfrei.
Zunächst der Zustand bei beginn des Schmelzvorgangs…

Fettbombe delux. Aber für einen Schoko-Muffin unverzichtbar.

Fettbombe delux. Aber für einen Schoko-Muffin unverzichtbar.

… und nun am Ende des Schmelzvorgangs:

Lecker lecker lecker.

Lecker lecker lecker

Die Masse abkühlen lassen, währenddessen schonmal das Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden und den Backofen vorheizen.

Dann die Stachelbeeren waschen und putzen. Das geht am besten mit einer kleinen Schere, mit der man den Stielansatz und die Blütenreste abschneidet. Easy-Peasy und ruck-zuck. Die Beeren dann mit einem Handtuch oder Küchenpapier trocken tupfen.

Schönheiten in rot.

Schönheiten in Rot.

Für den Teig die Eier mit dem Quark, der Milch, dem Zucker und der Zitronenschale verrühren.
In Bildern sieht das ganze dann so aus:

Zu den verquirlten Eiern den Quark geben.

Zu den verquirlten Eiern den Quark geben.

Den Zucker dazu

Den Zucker dazu.

Die Milch dazu gießen.

Und dann natürlich dem Teig Zitronenröteln verpassen.

Und dann natürlich dem Teig Zitronenröteln verpassen.

Jetzt die Mandeln und die Schoki-Lade unterrühren.

Die geben dem Teig  ein wenig Textur - durch knackige Nuss-Stückchen.

Die geben dem Teig ein wenig Textur – durch knackige Nuss-Stückchen.

Gedicht mit Schoki-Lade.

Gedicht mit Schoki-Lade.

Ich hatte ja mal gebeichtet, dass ich nicht so sehr auf Schokolade stehe. So roh ist die gar nichts für mich, aber wenn sie in den Teig kommt, um Schokomuffins zu machen oder Brownies, dann bin ich kaum zu bremsen.

Damit ist der Teig fast fertig. Es fehlt nur noch die Mehl-Backpulver-Mischung, die ihr wie immer gut verrühren solltet, damit eure Muffins gleichmäßig aufgehen!

Schoko-Masse mit Mehlmischung

Schoko-Masse mit Mehlmischung

Jetzt könnt ihr 2/3 der Stachelbeeren unter den Teig heben und dann versuchen sie gleichmäßig auf die Muffins zu verteilen.

Oder ihr macht es wie ich und legt den Anteil Stachelbeeren einfach in die Muffinförmchen und gebt dann den Teig drauf. Das hat für mich echt super funktioniert, allerdings hatte ich nachher eine Menge Teig über, den ich noch zu einem Schokokuchen verbacken habe.

Stachelbeer plus Muffinform gleich Lecker!

Stachelbeer plus Muffinform gleich Lecker!

Dann die restlichen Stachelbeeren auf dem Teig verteilen und für 20-25 Minuten in den Ofen schieben und gar backen. Den Schaschlikspieß-Test nicht vergessen!

Fertig sehen diese leckeren Muffins dann so aus wie auf dem Rezeptbild.
Scheinbar habe ich vergessen noch mehr Photos zu machen – ich sag euch, die Hitze hat mir letzte Woche echt auf mein Gedächtnis geschlagen.
Zum Geschmack: Meine Mutter hatte in null-komma-nix drei davon inhaliert, der Uni-Testesser fand sie auch schwer lecker (zu seinem großen Bedauern hatte ich für jeden nur einen dabei) und auch ich muss sagen, die leichte Säure und die Feuchtigkeit der Beeren vertragen sich wirklich gut mit dem schokoladigen Rührteig.

Meine Oberarme haben den Energieschub nach dem backen ordentlich genossen. 😉

Happy Baking!

Stachelbeer-Schoko-Muffins

by Meine Familie & Ich, Heft 8/2013

Mampf, mampf.

Mampf, mampf.

Zutaten (für ein Muffinblech mit 12 Mulden):

  • 150g Zartbitterschokolade (oder Kuvertüre)
  • 75g Butter
  • 500g Stachelbeeren (grün oder rot)
  • 2 Eier (M)
  • 100g (Mager)Quark
  • 100ml Milch
  • 150g Zucker
  • 1TL abgeriebene Zitronenschale
  • 50g gemahlene Mandeln
  • 200g Mehl
  • 2TL Backpulver

Zubereitung:

  1. Die Schokolade (oder Kuvertüre) klein hacken oder brechen und mit der Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen. Abkühlen lassen.
  2. Das Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und beiseite legen. Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen.
  3. Die Stachelbeeren waschen, putzen und mit einem Küchenpapier oder -handtuch trocken tupfen.
  4. Die Eier, den Quark, die Milch, den Zucker und die Zitronenschale verrühren, die Schokolade und die Mandeln unterrühren.
  5. Mehl und Backpulver gut (!!!!) vermischen und unter die flüssige Masse geben.
  6. 2/3 der Stachelbeeren auf die Muffinförmchen verteilen und den Teig in die Papierförmchen geben.
  7. Die restlichen Stachelbeeren darauf verteilen und die Muffins 20-25 Minuten im Ofen backen.
Advertisements

6 Kommentare zu “Und es gibt sie doch…

  1. Trina sagt:

    boa, ich liebe stachelbeeren, viel zu lange her das ich welche gegessen habe… vielleicht schaffe ich es ja diese woche mal auf den markt und kann mir welche besorgen 😀

    Ganz liebe Grüße Trina ♥

  2. Ich hab ja gesagt keeeeeein Stress, ich hab Zeit solang es noch Stachelbeeren gibt 🙂
    Die Muffins sehen lecker aus, wäre ich nicht so verplant, würde ich mich wirklich heute noch in die Küche schwingen und mal probieren (ein kleines Schälchen hab ich ja schon)
    Duhuu, wieviele Stachelbeeren brauch ich denn so ca.?- nicht dass ich den ganzen Bestand aufkaufe und brauch dann nur 1/4 ^^

    • Für mein absolutes Lieblingsrezept? Ab 500g geht alles… 🙂 Das kommt darauf an, wie viel du machen willst… :P. Werde das morgen online stellen, ich habe die Photos nur noch nicht fertig gemacht!!!

  3. Gesine sagt:

    Oh, noch mehr Stachelbeer-Rezepte. Dafür bin ich immer zu haben, bin auch noch auf die weiteren Ideen für die haarigen Beeren gespannt. Wo du es jetzt so sagst, ist es schon etwas abschreckend mit den Häärchen. Aber ich esse die Stachelbeeren sowieso eigentlich nur in weiterverarbeiterer Form (als Kuchen oder sowas) und nicht ganz frisch.
    Wie kann man dnen keine Schokolade pur mögen??? Kann ich gar nicht verstehen… ich könnte die pur ununterbrochen essen… 😀
    Liebe Grüße
    Gesinr

    • Heute Abend gibt es mein allerliebstes Lieblingsrezept mit Stachelbeeren, das total einfach ist.
      Ich weiß nicht, warum ich keine Schoki pur mag. Gib mir eine Tafel und eine Tüte Chips und ich nehme in jedem Fall die Chips oder Haribo…
      Oder natürlich Stachelbeeren in allen möglichen Formen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: