Wie aus Omas Kartoffelsalt KaPüSa wurde…

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Juli 14, 2013 von cairnsbirdwing

Lasst euch eines gesagt sein.

Wenn man emotional aufgebracht ist, sollte man keinen Kartoffelsalt zubereiten.

Das geht nur schief.

Bei mir ist aus dem fantastischen Kartoffelsalat meiner Oma Helga KaPüSa geworden – so der Name eines Freundes, der beim Grillen dabei war für das ich den Kartoffelsalat gemacht habe.

KaPüSa steht – ihr könnt es euch fast denken – für Kartoffelpüreesalat.

Aber wie sagt der Kölner noch gleich: Et kütt wie et kütt!

Also nehme ich die Dinge so wie sie kommen und habe damit DEN neuen Trend für die Grillsaison 2013 erfunden.

Warum ich das Rezept liebe?

Weil meine Oma den Salat ganz oft gemacht hat und er mich an meine Kindheit erinnert.

Weil er keine Mayonaise hat, sondern ein Essig-Öl Dressing.

Weil Wallnüsse drin sind – für den Biss.

Weil die Geheimzutat Saure Gurken sind – besser kann es eigentlich gar nicht werden!

Saure Gurken.

Ich + Saure Gurken = ♥

Ich + Saure Gurken + Schokopuffreis = ♥♥

Aber das ist eine Geschichte für wann anders – oder vielleicht niemals.

Wenn ich mich richtig erinnere, gab es diesen Kartoffelsalat bei meiner Oma immer zu Schlesischen Würstchen. Von denen war ich kein Fan, aber der Kartoffelsalat – ich sags euch – ist einfach fantastisch.

Zunächst müsst ihr die Kartoffeln zu Pellkartoffeln verarbeiten und gar kochen, lieber noch nicht ganz gar, sonst bekommt ihr auf jeden Fall KaPüSa.

Die Herstellung von Pellkartoffeln beginnt...

Die Herstellung von Pellkartoffeln beginnt…

Während die Kartoffeln zu Pellkartoffeln werden, schneidet ihr die Fleischwurst in kleine Stücke.

chop... chop.... one

Chop… Chop…. Falls ihr keine Knoblauchfleischwurst mögt, könnt ihr auch normale nehmen. Aber euch entgeht was!

Hackt die Walnüsse klein, aber nicht zu klein.

Hacken...hacken...hacken.

Hacken…hacken…hacken.

Fischt möglichst viele schöne saure Gurken aus dem Glas und schneidet auch diese klein.

Ich liebe Saure Gurken. Für mich können es nie genug sein!

Ich liebe Saure Gurken. Für mich können es nie genug sein!

Sind sie nicht wunderschön. Hach. Saure Gurken.

Zum Schluss schält ihr den Apfel und verarbeitet auch ihn zu Kleinholz – vielmehr Kleinapfel!

Apfel und Apfelkleinholz. Die geben einen schönen Biss!

Apfel und Apfelkleinholz. Die geben einen schönen Biss!

Die kleingeschnittenen Zutaten gebt ihr in eine Schüssel und rührt sie schon mal durch. Die Schüssel sollte so groß sein, dass ihr die Kartoffeln auch noch mit reinbekommt.

Apfel - Sauer Gurken - Fleischwurst - Walnüsse

Apfel – Sauer Gurken – Fleischwurst – Walnüsse

Wenn die Kartoffeln fertig sind, müsst ihr sie von Pellkartoffeln in gepellte Kartoffeln verwandeln, sie klein schneiden und zu den anderen Zutaten geben.

Von der Pellkartoffel zur gepellten Kartoffel. Wer so ein Spieß hat, der hat klar gewonnen - keine verbrannten Finger!

Von der Pellkartoffel zur gepellten Kartoffel. Wer so ein Spieß hat, der hat klar gewonnen – keine verbrannten Finger!

 Denn die warmen Karoffeln sind wichtig für die Bindung der Soße – sagt meine Oma.

Jetzt geht es ans würzen.

Ordentlich Pfeffer und Salz dazu geben.

ordentlich pfeffern

ordentlich pfeffern

ordentlich salzen

ordentlich salzen

Weissweinessig und Öl dazu, wieviel weiß ich nicht genau, ich mach das immer nach Augenmaß.

Weißweinessig - mache das immer per Augenmaß.

Weissweinessig – mache das immer per Augenmaß.

Diesmal war es Rapsöl - auch hier Mengenangabe Augenmaß

Diesmal war es Rapsöl – auch hier Mengenangabe Augenmaß. Hier sind die Kartoffeln noch zu erkennen!

Dann probieren und solange würzen bis es nach eurem Geschmack ist und auch mit dem Essig und dem Öl probieren. Ich fange immer langsam an und steigere mich dann.

Das ganze natürlich zwischendurch gut umrühren, aber denkt dran: am besten NICHT, wenn ihr emotional ein bisschen neben der Spur seid! Sonst gibt das KaPüSa!

Falls der Kartoffelsalat noch zu trocken ist – so der Tipp meiner Oma – einfach noch lauwarmes Wasser dazu.

Ich nehme immer eine halbe Tasse und fange auch hier klein an.

Fertiger KaPüSa

Fertiger KaPüSa. Das was aussieht wie Kartoffeln, sind in Wirklichkeit die Apfelstückchen.

Also falls ihr in den nächsten Tagen oder Wochen grillen solltet – nachmachen und genießen!

Happy barbecueing!

Oma Helgas Kartoffelsalat

by Oma Helga

aka Oma Helgas Kartoffelsalat

aka Oma Helgas Kartoffelsalat

Zutaten:

  • 1kg Kartoffeln
  • 1 Apfel
  • 250g Fleischwurst mit Knoblauch
  • 10 Walnüsse (also 20 Walnusshälften)
  • 10 sauer Gürkchen (nach Geschmack mehr oder weniger)
  • 1 Apfel
  • Pfeffer
  • Salz
  • Weissweinessig
  • Pflanzenöl – ich habe Rapsöl genommen

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln ungeschält kochen – also Pellkartoffeln herstellen.
  2. Die Fleischwurst in kleine Würfel schneiden.
  3. Die Wallnüsse hacken
  4. Die sauren Gürkchen aus dem Glas fischen und in Würfel schneiden.
  5. Den Apfel vierteln, entkernen, schälen und in Würfel schneiden.
  6. Die klein gewürfelten Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen.
  7. Wenn die Kartoffeln gar sind, abschütten und kurz ausdampfen lassen. Die Kartoffeln pellen und auch diese in Würfel schneiden und zu den anderen Zutaten geben.
  8. Den Salat ordentlich pfeffern und salzen. Einmal kurz vermengen.
  9. Mit Weissweinessig und Rapsöl den Salat marinieren. Am besten ihr fangt klein an und steigert euch dann.
  10. Noch einmal nachwürzen. Falls der Salat noch zu trocken ist, ein bisschen lauwarmes Wasser dazu geben.
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6 Kommentare zu “Wie aus Omas Kartoffelsalt KaPüSa wurde…

  1. und auf Umwegen entstehen die besten, neuen Gerichte 🙂

  2. Auch wenn sich die Konsistenz geändert hat – er sieht trotzdem lecker aus!
    Und ein wenig Dampf ablassen ist manchmal wirklich nötig, gut wenn dann was tolles dabei raus kommt 🙂

    • Das stimmt. Normalerweise mache ich zum Dampfablassen immer Hefeteig. Auf den kann man so schön einschlagen. Die Kartoffeln waren ein sehr praktischer Unfall.
      Liebe Grüße

  3. purpurbete sagt:

    Also die gewürfelte „Leiche“ würde ich natürlich weglassen. Dafür würde ich das Rapsöl unbedingt durch Walnussöl ersetzen.
    *schleck* Ich muss den garnicht fabrizieren, ich weiß, wie der schmeckt und mit tropft der Zahn ;o)

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