Die Eröffnung der Grillsaison – Endlich!

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Juni 9, 2013 von cairnsbirdwing

Wir haben wirklich lange warten müssen, um die Grillsaison zu eröffnen.

Wie in ganz Deutschland hat auch bei uns hier das Wetter nicht ganz so mitgespielt, wie wir das gerne gehabt hätten. Aber die Natur braucht Wasser und ich beschwere mich nicht, weil das Wetter so miserabel war.

Der Kölner an sich ist da ja eher pragmatisch. Et kütt wie et kütt.

In diesem ‚Grundgesetz‘ liegt viel Wahrheit begraben.

Und da wir Rheinländer ja pragmatisch sind, haben wir am Montag vor zwei Wochen die Chance spontan genutzt. Auch wenn die Idee von einem Hamburger kam.

Bei uns waren es an dem Tag ca. 20°C, die Terrasse von der Sonne erwärmt und das Sonnendach herunter gelassen. Ich hatte vorsichtshalber noch meine Jacke mitgenommen, weil es vormittags und am frühen Nachmittag noch recht windig gewesen war, aber ich habe sie nicht gebraucht.

Und da ich mir an diesemWochenende vom Markt Rhabarber habe mitbringen lassen, war dies die Gelegenheit endlich mal ein Rezept auszuprobieren, das in der Blogger-Welt seit einiger Zeit die Runde macht. Rhabarber-Ketchup.

Ich liebe Rhabarber und ich liebe Tomaten, aber einen Ketchup hatte ich bis zu jenem Montag noch nicht selbst gekocht, auch wenn es seit Jahren auf meiner To-Do-Liste steht. Aber da die Rhabarberzeit bald ausläuft und ich jetzt schon anfangen muss meinen Jahres-Vorrat irgendwie aufzustocken, habe ich die Chance genutzt und für die Grill-Saison, die hoffentlich viele lustige Grill Abende mit sich bringt, einen Dip zu kochen, der einfach njam ist.

Ich kann ihn euch nur wärmstens ans Herz legen. Falls ihr ihn noch nicht nachgekocht habt, tut das sofort, auf der Stelle und pronto.

Testesser waren meine Mutti und mein Stiefvater, der Hamburger Jung. Und die waren begeistert. Der Hamburger Jung, weil er gerne Rhabarber isst und meine Mutti, weil ihr Rhabarber sonst immer viel zu sauer ist.

Ich war gleich verliebt. Schon als der Ketchup Geruch durch meine Küche waberte und sich herrliche ausbreitete.

Daher sehe ich es als meinen Auftrag, meine Berufung, dieses wunderbare Rezept weiter zu verbreiten.

Das Rezept habe ich von Luna’s Philosophy adaptiert und an meine Küche angepasst. Das Ketchup ist wirklich fantastisch.

Die Zwiebeln habe ich recht grob zerkleinert, weil sie ja später so oder so püriert werden.

Man muss sich ja nicht mehr Arbeit machen als wirklich nötig.

Chop chop - keinen Aufwand betreiben...

Chop chop – keinen Aufwand betreiben…

Dann den Rhabarber in Stücke schneiden. Alle anderen Rezepte sagen, man soll den Rhabarer schälen, aber ich habe meinen Rhababer noch nie geschält, also werde ich damit jetzt auch nicht anfangen.

Und dabei kann man auch richtig Spaß haben.

Eine Stange gab sich als Teufelchen.

Leider total unscharf, aber man kann das Teufelchen in jedem Fall erkennen!

Leider total unscharf, aber man kann’s erkennen, oder?

Eine andere als Kätzchen

Miau miau miau.

Miau miau miau.

Dann noch den Essig abmessen. Ich hatte keinen Rotweinessig zur Hand, wie in vielen Rezepten gefordert, sondern nur einen Weißweinessig. Das hat meiner Meinung nach keinen Unterschied gemacht, denn der/die/das Ketchup hat fantafastisch geschmeckt!

Beim Anblick des Bildes wird mir ein bisschen schwummerig... die Höhenangst!

Beim Anblick des Bildes wird mir ein bisschen schwummerig… die Höhenangst!

Jetzt den Essig, die passierten Tomaten, den Rhabarber und die Chilis in einen Topf werfen und das ganze aufkochen lassen. Dann einen Deckel drauf und 5 Minuten köcheln lassen.

Wer es nicht so scharf mag, fügt die Chilis erst später hinzu. Entweder nach diesem ersten aufkochen, oder dann nach 15 Minuten von der gesamt Kochzeit!

Der Beginn einer wunderbaren Grillsoße...

Der Beginn einer wunderbaren Grillsoße…

Die Gewürze in den Einweg-Filter geben, zubinden und in den Topf hängen. Den Rest der Zutaten dazu – außer dem Tomatenmark.

Lorbeer (aus eigenem Anbau), Nelke (gekauft), braune Senfsaat (gekauft)...

Lorbeer (aus eigenem Anbau), Nelke (gekauft), braune Senfsaat (gekauft), Löffel (gekauft) und Teebeutel (auch gekauft)!

Und jetzt geht das große Warten los.

Dum di dum dum dum di dum, dum di dum dum dum dum dum dum dum dum…

…dum di dum dum dum dum dum, dum dudum dum dum dum dum.

Nach 40 Minuten auf dem Herd und einigen Umrühraktionen ist das Ziel schon ganz nah.

Leider ist auch da Bild ein bisschen unscharf geworden... ich muss noch was an der Technik feilen!

Leider ist auch da Bild ein bisschen unscharf geworden… ich muss noch was an der Technik feilen!

Den Teebeutel aus dem Topf ziehen, den Pürierstab bereit machen und die Masse ordentlich durchpürieren.

Ich liebe meinen Pürierstab. Der kriegt fast alles klein!

Ich liebe meinen Pürierstab. Der kriegt fast alles klein!

Noch ein Tipp. Im Rezept standen 100g Tomatenmark. Ich würde euch empfehlen langsam anzufangen und euch durchzuprobieren.

Ich habe gleich alles auf einmal rein geschüttet – ich konnte einfach nicht warten.

Das Ergebnis ist wirklich gut, ich könnte mich da rein setzen, aber der Rhabarbergeschmack versteckt sich doch sehr hinter der Tomate. Daher ist eine Feinabstimmung wichtig!

Auf dem Teller meiner Kindheit neben einem Stück Fleisch - ich bekomme sofort wieder Hunger!

Auf dem Teller meiner Kindheit neben einem Stück Fleisch – ich bekomme sofort wieder Hunger!

Ich empfehle euch also: Ran an den Rhabarber und Ketchup kochen. Damit könnt ihr jedes Grillen aufpeppen.

Happy Cooking!

Tomaten-Rhabarber-Ketchup

by Luna

Nom Nom Nom

Nom Nom Nom. Must-have des Sommers!

Zutaten:

  • 750g Rhabarber
  • 250g passierte Tomaten
  • 150g Zwiebeln (ich habe zwei große genommen, war also ein bisschen mehr)
  • 200ml Weißweinessig
  • 2 getrocken Chilischoten
  • 3 Gewürznelken
  • 2 getrocknete Lorbeerblätter
  • 1Tl Senfsaat
  • 250g braunen Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • Abrieb einer halben Zitrone
  • 100g Tomatenmark (eher weniger)

Zubereitung:

  1. Die Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Auch den Rhabarber in Stücke schneiden (wer Will kann ihn auch schälen)
  2. Die Chilischoten entkernen und in Ringe schneiden. Wer es schärfer mag, kann die Kerne auch dran lassen.
  3. Zwiebeln und Rhaberber mit den passierten Tomaten und dem Essig in einen großen Topf geben und aufkochen lassen. Dann 5 Minuten abgedeckt köcheln lassen.
  4. Die Nelken, Lorbeerblätter und die Senfsaat in einen Einweg-Teefilter geben, zubinden und zusammen mit den Chilischoten, dem braunen Zucker und dem Zitronenabrieb in den Topf geben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Masse für ungefähr 40 Minuten köcheln lassen, immer wieder durchrühren.
  6. Den Teefilter entfernen und die Mischung mit einem Zauberstab pürieren.
  7. Das Tomatenmark mit dem Pürierstab untermischen.
  8. Die Masse in heiß ausgespülte Gläser oder Flaschen geben und für 5 Minuten auf den Deckel stellen. Dann wieder umdrehen und komplett auskühlen lassen.
  9. Der Ketchup sollte sich an einem kühlen dunklen Ort (am Besten im Keller) einige Monate halten.
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6 Kommentare zu “Die Eröffnung der Grillsaison – Endlich!

  1. zuckerimsalz sagt:

    … das sieht aus wie „richtiger“ Ketchup … aber hier weißt du wenigstens was drin ist 🙂
    LG Andrea

    • Das stimmt. Ich habe auch schon beschlossen, dass wenn die Tomaten-Saison beginnt, ’normales‘ Ketchup selbst zu machen.
      Und den werde ich auch nochmal kochen. Immerhin ist die Rhabarber-Saison bald vorbei….

  2. Tomaten-Rhabarber-Ketchup hab ich noch nie gehört, das nenn ich ja mal ne interessante Mischung! Ich wünsche uns allen viele schöne Tage zum draußen sein und auch zum Grillen, an der frischen Luft finde ich das Leben immer am Schönsten ;D

    Sonnige Grüße,
    die A.

    • Das wünsche ich uns auch! Hat ja leider schon wieder ein bisschen nachgelassen mit dem Wetter.
      Das Ketchup solltest du ausprobieren. Es lohnt sich wirklich!!!
      Liebe Grüße zurück
      C.

  3. Kulinarikus sagt:

    Das klingt sehr interessant. Tomate und Rhabarber zu kombinieren ist wirklich eine gute Idee und mal was anderes. Schmeckt bestimmt richtig gut zu gegrilltem Fleisch.
    Schade das die Rhabarbersaison bald vorbei ist, aber das Rezept merke ich mir. 🙂

    Viele Grüße,
    Kulinarikus

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