I ♥ Curd

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Mai 30, 2013 von cairnsbirdwing

Hinweis: Eigentlich sollte dieser Post schon vor einiger Zeit veröffentlicht werden, aber der Zeitmangel bei mir nimmt immer mehr zu und manchmal schaffe ich es einfach nicht, alles zu posten, was sich so ansammelt. Ich werde auch in den nächsten Tagen nicht viel zum posten kommen, daher habe ich ein paar fast fertige Posts fertig gestellt und werde diese jetzt nach und nach posten, damit es nicht so still wird, wie in der letzten Woche.
Over and out!

Ich hatte eine Offenbarung. Eine Food-Offenbarung!

Bevor ich meinen Mann kennen gelernt habe, wusste ich nicht was Leom Curd ist. (Wirklich nicht!)

Bevor ich Emma von Nachgekocht kannte, waren meine Curd Erfahrungen auf Lemon Curd beschränkt. Und jetzt? Es steht mir fast die gesamte Früchte-Welt zur Verarbeitung offen.

Könnt ihr euch die Möglichkeiten vorstellen?

Die Möglichkeiten! Die Möglichkeiten! Die Möglichkeiten!

Alle meine Lieblingsfrüchte könnte ich zu Curd verarbeiten. Früchte mixen, neues ausprobieren und dabei die ganze Curd-Welt neu entdecken.

Als ich heute in der Uni saß, dem Dozenten zuhörte, hatte ich sie. Meine Offenbarung.

Ob man wohl auch Mangos zu einem Curd verarbeiten kann?

Da habe ich gleich den Dozenten ausgeschaltet und das Internet an.

Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen!!!! Auf keinen Fall! Dozenten muss immer und in jedem Fall zugehört werden!

Jaaaa – in einer idealen Welt ist das wahrscheinlich so. Die Realität? Egal.

Und siehe da. Man kann aus Mangos Curd machen.

Warum aber habe ich mich für Mangos entschieden – wo mir doch die ganze Früchte-Welt offen steht?

Natürlich habe ich praktische Gründe. Mr. Hubster hatte sich vor eingen Tagen – möglicherweise auch Wochen – eine Mango gekauft, die dann aber zu lange liegen gelassen und dann war sie ihm doch zu reif, um sie so zu essen.

Mr. Hubster mag erstaunlicher Weise Mangos. Er mochte das Mango-Lassi, das ich letzten gemacht habe, als wir überraschenderweise eine Mango in unserer Küche fanden.

Mein Entschluss stand also fest. Mango Curd.

Mit dem Grundrezept von Oma Lisa und einigen Inspirationen aus dem Internet machte ich mich an die Arbeit. Ich kann gleich sagen, dass der Curd sehr sehr sehr sehr sehr süß war.

Warum, das erfahrt ich gleich.

Das hier sind also die Zutaten, die ich aus dem Rezept von Oma Lisa und meiner Recherche zusammen gestellt habe. Denkt daran, einen beschichteten Topf zu nehmen, sonst babt der Curd an.

Zutaten für das Vollei-Curd

Zutaten für das Vollei-Curd

Zunächst muss die Mango pürriert werden, das solltet ihr aber ohne meine Hilfe schaffen, ansonsten kann man Mango-Püree auch kaufen.

Nachdem dieser wichtige Schritt ausgeführt ist – ohne das Mango-Püree wird es kein Mango-Curd – muss die Butter geschmolzen werden, in die ihr dann den Zucker gebt.

Ich bitte an dieser Stelle um Aufmerksamkeit für eine wichtige Neuigkeit:

Mangopüree ist süß!

Daher bitte ich euch, reduziert die Zuckermenge!

Danke fürs zuhören.

Warum kann mir nicht jemand solche Ratschläge geben? Ich muss die Fehler immer erst machen. Das Curd schmeckt trotzdem, ist aber sehr süß.

Butter-Zucker-Mischung

Butter-Zucker-Mischung

Als nächstes folgen die aufgeschlagenen Eier. Ihr solltet das ganze so lange vermischen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Eigentlich sind Eier schon irgendwie eklig schleimig.

Eigentlich sind Eier schon irgendwie eklig schleimig.

Dann sowohl den Zitronenabrieb und den Zitronensaft dazugeben. In den anderen Rezepten wird auch Limetten-Saft und -Abrieb hinzu gegeben. Ich hatte leider keine da, aber ich kann mir vorstellen, dass das unglaublich lecker schmeckt. Also falls ihr welche da habt, oder noch einkaufen geht, dann probiert es aus und berichtet mir wie es schmeckt.

Zitronenabrieb

Zitronenabrieb

Zitronensaft

Zitronensaft

Jetzt kommt die wichtigste Zutat ins Spiel.

Die Zutat, die dem ganzen seinen Namen gibt. Das Mango-Püree.

Mangopüree

Mangopüree

Ihr dürft in keinem Fall vergessen immer fleißig zu rühren, sonst habt ihr verbrannte Schlieren im Curd, und das wollt ihr mit Sicherheit nicht. Glaubt mir!

Jetzt geht es ans Kochen. Sprudelnd, damit das Ei stocken kann und eine dickliche glasige Masse entsteht.

Und immer fleißig rühren. Rühren. Rühren.

5 Minuten sprudelnd kochen, bis die Masse curdtig ist.

5 Minuten sprudelnd kochen, bis die Masse curdtig ist.

Dann noch heiß in sterilisierte Gläser füllen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Jetzt müsst ihr es nur noch genießen.

Wenn ihr eine Super-Mutti habt, wie meine, dann könnt ihr das Curd am nächsten Tag zu Madeleine essen. Und wenn das Wetter mitspielt das ganze noch im Sonnenschein. Das könnte dann so aussehen:

Mein Frühstückchen.

Mein Frühstückchen.

Neidisch?

Dann ran an den Ofen und an den Herd! Ich versuche meine Himmels-Konnektion zu erreichen, um für schönes Wetter zu sorgen.

Happy Cooking!

Mango Curd

by me

Madeleine mit Mango Curd

Madeleine mit Mango Curd

Zutaten:

  • 1 Mango (püriert)
  • 125g Butter
  • 350g Zucker (wenn ihr es besonders süß mögt, ansonsten reichen auch zwischen 150-200g)
  • 4 Eier
  • Abrieb einer Zitrone
  • Saft einer Zitrone
  • Wer Limetten hat, kann davon noch Saft und Abrieb dazu geben

Zubereitung:

  1. Die Butter in einem beschichteten Topf bei mittlerer Hitze schmelzen.
  2. Den Zucker hinzugeben.
  3. Die Eier verquirlen und zu der Butter-Zucker-Mischung geben. Solange rühren, bis der Zucker aufgelöst ist.
  4. Dann die Zitronenabrieb und -saft hinzugeben und fleißig weiter rühren.
  5. Das Mango-Püree hinzfügen und die Hitze langsam erhöhen bis die Masse kocht. Dabei immer weiter rühren.
  6. Die Masse 5 Minuten lang unter rühren weiter köcheln lassen, bis die Masse dick und glasig ist.
  7. Dann in sterile Gläser füllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern.
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12 Kommentare zu “I ♥ Curd

  1. Wie lange hält sich denn ein Curd? Ich meine theoretisch 🙂 wenn man also nicht alles gleich auf Madeleines wegputzt?!

    • Ich habe mich mal versucht schlau zu machen, weil Curd bei uns in der Regel nicht sehr lange hält und ich da keine Erfahrungen habe. Meistens koche ich nur eine kleine Menge.
      Was ich jetzt so gelesen habe, ist, dass es sich im Kühlschrank einige Wochen hält. Das höchste bei uns waren glaube ich zwei Monate, das konnte man auch noch essen.
      Geöffnet sollte man ihn allerdings nicht so lange stehen lassen.
      Liebe Grüße

      • Vielen Dank für die Info, dann muss ich mich wirklich auf eine kleine Menge beschränken. Wir sind schon nicht so die Marmeladen/Gelee-Esser, ob Curd uns bekehrt (becurd 😉 ) wird man erst sehen!

      • Ich mache die meistens, wenn ich irgendwas backe. Das Mango Curd hat recht viel ergeben, wegen dieser riesen Menge Zucker. Das Zitronencurd, ergibt immer nur zwei Gläser.
        Ich bin aber auch nicht so der Marmeladen-Esser. Obwohl ich total auf Selbstgemachte Marmelädchen doch total stehe.
        Berichte mal, ob du becurded worden bist.
        Liebe Grüße

      • Ich muss mir ja jetzt erst noch ein Curd-Obst aussuchen. Ganz klassisch Lemon? Oder Kirsch? Ich mag ja Kirschen…hach schwierig! Aber ich werde auf meinem Blog berichten, wenn es soweit ist!

      • Oui. An Kirschen hatte ich noch gar nicht gedacht. Die Kirschzeit fängt ja jetzt bald an. Das wäre natürlich mal eine ganz super Idee.
        Ich freue mich auf deinen Bericht!

  2. Oh, ich liiiiebe Curd. Über Zitrone, Himbeer und Limette bin ich allerdings noch nicht hinausgekommen. Ich habe auch sofort gedacht, dass man wahrscheinlich die Zuckermenge reduzieren muss, weil Mango ja ohnehin schon süß ist. Ob es mit reduzierter Zuckermenge trotzdem fest wird?

    • Hm…
      Das ist eine wirklich gute Frage. Ich habe ja im Zuge meiner Recherche auch andere Rezepte gesichtet, da war definitiv weniger Zucker drin. Es sollte also auch dann fest werden. Ich glaube, dass die Festigkeit auch durch das Stocken des Eies gewährleistet ist, aber so richtig fit in der ganzen Chemie, die da hinter steckt bin ich nicht.
      Ich werde mal weiter recherchieren.
      LG

  3. Ich oute mich – ich wusste bis gerade eben nicht was Curd ist und es hört sich verdammt lecker an, ich freu mich darauf das Rezept auszuprobieren 🙂

    Liebe Grüße,
    die A.

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