Endlich Mädelsabend…

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Mai 27, 2013 von cairnsbirdwing

Die Zeit fliegt. Und ich habe mal wieder keine Zeit. Uni und Uni und Uni und EXAMEN machen mich echt fertig.

Ich komme nicht mal wirklich dazu was Leckeres zu backen und dann meine Leckereien zu posten.

Aber einmal die Woche habe ich ja meinen Mädelsabend. Und dieses Mal konnte ich endlich diese tolle Tomaten-Tarte noch mal backen, die eine Freundin und ich vor Jahren entdeckt hatten. Für Mr. Hubster ist das nichts, aber leider mag Ms. Kiwi auch keine Tomaten. Die war diese Woche in Urlaub – davon kann ich nur träumen. Also die Chance endlich endlich endlich die leckere Tarte noch mal zu machen.

Das Rezept stammt aus einem dicken, gelben Backbuch von GU. Das tolle an diesem Buch ist, dass es einen Unmenge von Rezepten beinhaltet. Der Nachteil, es gibt keine Bilder. Eigentlich ist es verrückt, aber ich fühle mich ohne Bilder immer ein bisschen hilflos. Was total absurd ist. Eigentlich kann man dann seine Kreativität frei laufen lassen und schön verzieren. Trotzdem fühle ich mich immer hilflos, weil ich mich nicht an einem Bild orientieren kann.

Gestern, als ich also diese Tarte zubereitete, habe ich überlegt, warum  man da nicht Abhilfe schaffen könnte. Man müsste all diesen Rezepten ein schönes Foto beigeben. Aber 888 Rezepte nachbacken/ kochen. Das kommt mir dann aber doch ein wenig viel vor.

Aber das Buch hat mir am Mittwoch noch was mitgeteilt: „Benutz mich!“, hat es gesagt. „Ich vereinsame hier in meiner Ecke“. Also wird es aus dem Buch in jedem Fall ein paar Rezepte geben. Für Backen bin ich immer zu haben. Und vielleicht packt mich ja irgendwann doch der Ehrgeiz und ich werde dem Buch ganz viele Bilder beifügen. Wofür habe ich denn sonst einen Blog?

Zurück zur Tarte.

Tomaten.

Ich habe auf meinem Gartenbalkon jetzt selbst welche angepflanzt, aber bis die was werden, muss ich noch auf die aus dem Supermarkt zurückgreifen.

Ich liebe Tomaten. Am liebsten wenn Tomatenzeit ist und dann am liebsten selbst geerntet, oder direkt aus dem Garten meiner Tante und wenn die gerade nicht in der Nähe ist, dann halt auch vom Markt. Am liebsten aus Deutschland.

Der Teig ist wie immer einfach herzustellen. Ein normaler Mürbteig. Der ist ohne Ei, sondern mit Wasser. Daraus wird ein geschmeidiger Teig geknetet und im Kühlschrank zwischengelagert.

Die Zutaten noch unverrührt.

Die Zutaten noch unverrührt.

Dann geht es an die Füllung. Ich liebe getrocknete Tomaten. Liebe liebe liebe liebe liebe liebe liebe getrockenete Tomaten. Nur leider komme ich nie dazu, welche zu verarbeiten. Mr. Hubster mag die nicht und irgendwie vergesse ich sie dann im laufe der Zeit wieder, bis mich das ein oder andere Rezept wieder daran erinnert.

Das ist mein Loch im Kopf, durch das alles fällt. Das wird im Moment immer größer, weil da lauter Examensstoff drin ist oder noch rein soll.

Hoffentlich fallen da nur ‚unwichtige‘ Sachen durch, wie im Moment die getrockneten Tomaten.

Die getrockneten Tomaten kleinschneiden...

Die getrockneten Tomaten kleinschneiden…

Dann die schönen frischen – bei mir übrig gebliebenen – Frühlingszwiebeln kleinschneiden.

Frühlingszwiebeln klein gemacht.

Frühlingszwiebeln klein gemacht.

Den Thymian putzen und die Blättchen abzupfen. Das ist ein bisschen Arbeit, aber wenn man nachher so ein leckeres Tarteilein haben wollt, wie das hier, dann lohnt sich die Arbeit immer!

Leider ein wenig unscharf, aber selbst gezüchteter Thymian aus dem eigenen Garten!

Leider ein wenig unscharf, aber selbst gezüchteter Thymian aus dem eigenen Garten!

Die Frühlingszwiebeln mit Öl der eingelegten Tomaten andünsten, die Tomatenstücke dazu geben und 2/3 des Thymian und das ganze ordentlich verrühren.

Dann kommt die Füllung dran.

Die Eier trenne, die Eigelb mit der Speisestärke und dem Ricotta verrühren. Das ist die Basis der Füllung. Eigentlich stehe ich nicht so auf Ricotta, aber in dieser Tarte schmeckt er einfach himmlisch!

Basis-Füllung

Basis-Füllung

Dann die Tomaten-Frühlingszwiebel-Mischung dazugeben und beides gut verrühren.

Ich finde schon die Farben toll. So bunt und frisch und es riecht nach Sommer in der Toskana. Oder irgendwo anders in Italien. Hm….

Der italienische Sommer in der Nase und im Geschmack.

Der italienische Sommer in der Nase und im Geschmack.

Und jetzt kommt der wichtigste Schritt. Denn Ricotta schluck ordentlich an Gewürzen, also müsst ihr ordentlich mit Pfeffer und Salz würzen. Wirklich ORDENTLICH! Wenn ihr denkt, das müsste jetzt aber reichen, dann solltet ihr noch mal eine Schippe drauf packen.

Ich probiere immer, aber wer das wegen dem Ei nicht mag, es gibt nachher noch eine Möglichkeit zu würzen.

ORDENTLICH WÜRZEN!

ORDENTLICH WÜRZEN!

Das Rezept war mir von Anfang an sympathisch. Warum?

Weil das Eiweiß seperat steif geschlagen wird und dann untergehoben wird. Damit die Füllung auch besonders fluffig wird.

Und ich liebe diese Leichtigkeit. Man hat das Gefühl, man könnte die ganze Tarte alleine auffuttern – was ich auch getan habe.

Kleiner Scherz. Wir haben sie uns zu zweit geteilt!

Danach haben wir uns dann nur noch gekugelt.

Lieblings... Lieblings... Lieblingsschritt

Lieblings… Lieblings… Lieblingsschritt

Den Teig habe ich in der Zwischenzeit vorgebacken, jetzt kommt diese herrliche Füllung auf den Boden.

Es kommt zusammen, was zusammen gehört...

Es kommt zusammen, was zusammen gehört…

Ab in den Ofen damit. In der Zwischenzeit die Kirschtomaten vierteln und jetzt heißt es nur noch 20 Minuten warten. Die Tarte ist zwar dann noch nicht fertig – auch wenn ich mir wünschte, sie wäre es. Sie riecht nämlich schon herrlich und sieht auch schon so aus.

Nach 20 Minuten ein kurzer Zwischenstopp zur Verschönerung.

Nach 20 Minuten ein kurzer Zwischenstopp zur Verschönerung.

Und jetzt könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und die Tomaten nach eigenem Geschmack auf der Tarte verteilen. Ich habe mich am Mittwoch für ordentlich rund entschieden. Dann den restlichen Thymian darüber streuen, noch mal würzen und für 30 Minuten erneut in den Ofen.

Wie man unten sieht, habe ich das würzen an dieser Stelle vergessen. Aber das hat dem ganzen keinen Abbruch getan, da ich vorher schon ordentlich gewürzt hatte.

Ordnung muss sein.

Ordnung muss sein.

Und wenn man dann fleißig und geduldig gewartet hat, dann bekommt man dieses herrliche Ergebnis geboten.

Essen ist fertig!

Essen ist fertig!

Und was für eine Belohnung das ist. Das kann ich euch versichern. Für die harte geistige Arbeit, die ich geleistet habe!

Also ran an die Tarte.

Happy Cooking.

Tomaten Tarte

Rezept No. 819 aus Backen! Das Gelbe von GU

Sehr sehr lecker und gar nicht so furchtbar tomatig.

Sehr sehr lecker und gar nicht so furchtbar tomatig.

Zutaten (Tarteform ø 28cm):

Für den Teig:

  • 250g Mehl
  • 100g weiche Butter
  • 1TL Salz

Für die Füllung:

  • 200g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Bund Thymian
  • 4 Eier
  • 3EL Speisestärke
  • 500g Ricotta
  • 250g Kirschtomaten
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Das Mehl, die Butter in Stückchen, Salz und 6-8 EL kaltes Wasser zu einem glatten Teig verkneten, zugedeckt 1 Std. kalt stellen.
  2. Die getrockeneten Tomaten abtropfen lassen, das Öl auffangen. Die Tomaten würfeln, die Zwiebeln putzen und in Ringe schneiden. In 2 EL Tomatenöl 2 Minuten dünsten. Thymianblättchen abzupfen und ein Drittel beiseite legen. Den Rest mit Tomatenwürfeln und Zwiebeln mischen.
  3. Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen, die Tarte-Form fetten.
  4. Den Teig etwas größer als den Boden ausrollen, in die FOrm geben und einen Rand hochziehen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen, mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegen. Im Ofen (unten) 15 Minuten blindbacken.
  5. Die Eier trennen. Eigelbe, Stärke, Ricotta und Zwiebel-Tomaten-Mischung verrühren, ordentlich salzen, pfeffern. Die Eiweiße steif schlagen und unterheben.
  6. Papier und Hülsenfrüchte aus der Form entfernen und die Füllung darauf geben. 20 Minuten backen. Die Tomaten waschen, viertel und auf die Füllung geben, salzen und pfeffern. Mit Thymian bestreuen und weiter 30 Minuten backen. Abgekühlt servieren.
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6 Kommentare zu “Endlich Mädelsabend…

  1. Tonia sagt:

    Das macht Appetit! Ich habe vor zwei Tagen auch das dicke gelbe mal wieder hervorgekramt. Daraus war noch nie was unlecker! Aber ist wirklich immer spannend wie es dann aussieht:)

    • Ich habe auch noch nichts daraus gemacht, was schlecht geschmeckt hat. Aber der Bildermangel macht mich echt kirre. Das ist für mich eine echte Hürde.
      Aber du motivierst mich, mich da weiter dran zu versuchen!
      Liebe Grüße

  2. Lecker…das Rezept habe ich mir schnell gemerkt! Tomaten gehören definitiv zu meinen Favourites 😉

    Liebste Grüße, Kim

    P.S. mein Blog ist umgezogen. Ich würde mich freuen dich ebenfalls auf der neuen Adresse begrüssen zu können..:-)

  3. Sieht sehr appetitlich aus, da bekommt man gleich Guster!
    Das Problem mit den bilderlosen Büchern kenn ich auch, es fällt einem doch viel leichter etwas zu backen, von dem man weiß wie es aussehen sollte – aber wenn man es nicht weiß, kann man wenigstens sagen „nönö, das muss so aussehen“ ;D

    Liebe Grüße,
    die A.

    • Danke!
      Mit dem Argument, das muss so aussehen, hast du vollkommen recht. Das werde ich mir zu eigen machen. Mal schauen, was als nächstes aus dem dicken, gelben Buch gebacken wird.
      LG

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