Frühlingserwachen

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April 1, 2013 von cairnsbirdwing

Ich sitze an meinem Computer und kann den Bildschirm kaum sehen – nur wenn ich die Augen ganz stark zusammenkneife.

Der Grund?

Groß und rund, ca. 150 Mio. km von der Erde entfernt, mit einem Äquatordurchmesser von 1 392 700 km.

Erraten?

Genau. Die Sonne.

Sie hat den Weg mal wieder in diesen Teil der Welt gefunden, nachdem es gestern selbst hier leicht geschneit hat und ich darf sie gleich hier genießen und meinen Blog-Eintrag blind tippen, weil ich mich mit geschlossenen Augen durch das Fenster sonne.

Immerhin muss man jeden Sonnenstrahl im Moment genießen.

Arbeitsbedingungen mit Sonne

Arbeitsbedingungen mit Sonne

Sind das nicht herrliche Arbeitsbedingungen? Am Ostermontag? Nichts los. Die Familie kommt nachher und es gibt leckeres Essen. Kann das Leben schöner sein? Ich finde nicht.

Und was soll ich sagen. Ich habe gestern gebacken. Ein Zitronenrezept. Da ist das mit dem Wetter ja nicht verwunderlich.

Als ich letztens bei meiner Mutter im Keller war, habe ich in der hintersten Ecke ein Donut-Blech gefunden. Das musste ich mir einfach ausleihen. Ich meine, wir reden hier von Donuts!

Die Entdeckung aus dem hintersten Winkel des Kellers...

Die Entdeckung aus dem hintersten Winkel des Kellers…

♥DONUTS

Ich liebe Donuts. Mit Schokolade überzogen, mit Streuseln oder Zuckerguss auf der Oberseite oder ganz eingetaucht. Mit Füllung oder ohne. Hauptsache Donuts.

Bis jetzt habe ich mich da noch nicht rangewagt, weil ich weder ein Donut-Blech hatte und frittieren wollte ich auch nicht.

Die Lösung: Gebackene Donuts.

Vor einiger Zeit habe ich ein Rezept entdeckt, das einfach ist und ich unbedingt ausprobieren wollte. Annie von A bitchin‘ kitchen hat mir mit diesen Donuts echt keinen Gefallen getan. Ich könnte mich reinsetzten. Und ich habe auch schon eine Idee für eine Füllung. Dazu nachher mehr.

Das Beste an dem Rezept? Super einfach zu machen. Ich zeigs euch!

Mehl, Zucker, Backpulver, Natron und Salz

Mehl, Zucker, Backpulver, Natron und Salz

Die trockenen Zutaten zusammen zu mixen ist keine schwere Aufgabe.

Mehl rinn..

…Zucker rinn…

…Backpulver rinn…

…Natron rinn..

…Salz rinn.

Und dann rührinn.

Ich habe so einen praktischen Portionierer für 1/4 TL bis zu 1 TL. Das ist wirklich praktisch. Ansonsten muss man immer so schätzen, ob das nun wirklich auch 1/4 ist, oder nicht. Ich kann nur empfehlen, sich so einen zuzulegen!

Obwohl backen ja auch von seiner Nicht-Exaktheit (gibt es dieses Wort überhaupt?) lebt.

Was war zuerst da? Huhn oder Ei?

Was war zuerst da? Huhn oder Ei?

Ok.

Das Ei ist nicht spektakulär – vollkommen normal.

Aber ich habe es als ganzes zum Teig gegeben – keine Trennung, keinen Eischnee!

Zitronenaroma für den Notfall

Zitronenaroma für den Notfall

Da ich keinen griechischen Joghurt mit Zitrone gefunden habe, habe ich einfach mit Aroma nachgeholfen. Zitronenschale oder Zitronensaft würden es aber auch tun. Je nach Geschmack mehr oder weniger – ich habe gaaaaanz viel benutzt.

Nom nom nom.

Alle feuchten Zutaten vermischt

Alle feuchten Zutaten vermischt…

Ist das nicht fast schon ein Kunstwerk?

Alle ‚feuchten‘ Zutaten vermischt.

Könnte ich mich bloß an meinen Chemie Unterricht von damals erinnern, dann würde das auch Sinn machen. Mr. Hubster könnte mir das bestimmt auch erklären, aber ich habe jetzt keine Lust zu fragen. Vielleicht nachher.

...für den Extrazitronigen Geschmack!

…für den Extrazitronigen Geschmack!

Dann einfach Reibe über den Teig halten und die Zitrone davon befreien.

Schön ordentich.

Vorschriftsgemäß.

Oder einfach nur so.

Schön Portionsweise, damit der Teig nicht klumpt.

Schön Portionsweise, damit der Teig nicht klumpt.

Dann das Mehl in den Teig rin.

Schön Portionsweise für möglichst hohe Klumpenfreiheit.

Und zwischendrin immer rührin!

Ränder vom Teig befreien.

Ränder vom Teig befreien… 

Bertha schwer bei der Arbeit

Bertha schwer bei der Arbeit…

Der Teig entwickelt dann ein Eigenleben.

Ganz langsam kroch er an Bertha hoch und wollte nicht mehr runter, solange Bertha gearbeitet hat.

fetten und mehlen, damit die Donuts sich besser lösen

Das Blech fetten und mehlen, damit die Donuts sich besser lösen

Teig in Biene

Teig in Biene

Ich besitze keinen Spritzbeutel.

Ich habe eine Deko-Biene.

Sehr praktisch, aber nicht immer Teig-Sparend und manchmal auch kraftaufwändig.

Jetzt kommt zusammen was zusammen gehört!

Jetzt kommt zusammen was zusammen gehört!

Den Teig in die Formen füllen.

Aber vorsicht. Nicht zu voll, sonst sehen eure Donuts nachher eher aus wie Muffins und haben auch nicht das definierende Loch in der Mitte.

Das ist mir passiert. Werdet ihr gleich sehen.

Ich hatte heute morgen dann noch eine Eingebung:
Man könnte die Donuts doch auch füllen. Mit leckerem Lemon Curd. Dann einfach nur ein wenig Teig in die Form geben, die Füllung draufgeben und noch mal mit Teig befüllen.

Allein die Vorstellung. Was ein zitroniges Erlebnis das wohl geben würde?

Frisch aus dem Ofen.

Frisch aus dem Ofen.

Die meisten Donuts sehen eher aus wie Muffins. Mit einem kleinen Loch. Wie der in der Mitte!

Also Vorsicht bei der Befüllung.

Lieber noch eine zweite Lage hinterher schieben, die nur drei oder vier Donuts hat.

Aber da ich durch Ostern inspiriert war, habe ich eine Lösung gefunden.

Aus Donut-Muffins werden Donuts

Aus Donut-Muffins werden Donuts.

Wozu habe ich einen Cupcake Ausstecher?

Problem gelöst!

In der Glasur fühlt sich der Donut wohl!

In der Glasur fühlt sich der Donut wohl!

Man sieht es auf dem Bild nicht so wirklich, aber das Ergebnis der Ausstechaktion hat sich definitiv gelohnt.

Dann wollte der Donut noch ein Bad in der Glasur nehmen, damit er besonders hübsch für die Gäste ist.

Zuerst von der einen Seite….

Glasur-Bad von der anderen Seite

Glasur-Bad von der anderen Seite

… und dann von der Anderen…

Donut auf dem Rost

Donut auf dem Rost

… und jetzt noch eine kurze Entspannungs-/ Ruhepause auf dem Rost.

Dann fühlten sie sich bereit, um den Gästen vorgestellt zu werden.

Ich kann euch sagen, die Begegnung dauerte nicht lange…

Erster Biss...

Erster Biss…

Zweiter Biss...

Zweiter Biss…

Dritter Biss...

Dritter Biss…

Okay. Ich gebe es zu. Die Fotos sind von meinem Frühstück heute morgen.

Aber sehr viel anders sah das gestern Abend bei unseren Gästen nicht aus.

Raps… raps… raps… waren sie weg!

Und weil die Sonne heute so schön scheint:

Frühlingserwachen

Frühlingserwachen

Das sieht nach Frühling aus.

Dann bleibt mir nur noch zu sagen:

Happy baking!

Gebackene Zitronen Donuts

Von der Oster-Sonne beschienen - Zitronen Donuts aus dem Backofen

Von der Oster-Sonne beschienen – Zitronen Donuts aus dem Backofen

Zutaten:

Teig:

  • 180g [1 1/2 Cup] Mehl
  • 115g [1/2 Cup] Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Kaiser-Natron
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Ei
  • 170g griechischer Joghurt/ Joghurt griechischer Art
  • Zitronenaroma
  • 80ml [1/3 Cup] Rapsöl
  • 80ml [1/3 Cup] Milch
  • Zitronenabrieb

[1/3 Cup sind 5 EL und 1 TL]

Glasur:

  • Saft 1 Zitrone
  • 120g [1 Cup] Puderzucker (je nach Konsistenz auch etwas mehr oder weniger)

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 160° C vorheizen.
  2. Die Mulden der Donut Form einfetten und mehlen.
  3. In einer Schüssel das Mehl, den Zucker, das Backpulver, das Natron und das Salz gut vermischen.
  4. In einer weiteren, größeren Schüssel das Ei, den Joghurt (mit Aroma nach Geschmack aromatisiert), das Öl, die Milch und den Zitronenabrieb vermischen.
  5. Nach und nach die Mehlmischung zu den nassen Zutaten geben und jedesmal gut vermischen.
  6. In einen Spritzbeutel  (oder etwas ähnliches) füllen und in die vorbereiteten Mulden des Donut-Blechs geben.
  7. Für 10 bis 15 Minuten in den Backofen geben, bis ein Holzstab ohne Teigrückstände wieder rausgezogen wird.
  8. Die Donuts auf einem Rost abkühlen lassen.
  9. Während die Donuts abkühlen, die Glasur anrühren. Den Zitronensaft mit dem Puderzucker verrühren bis keine Klümpchen mehr da sind.
  10. Entweder die Glasur über die abgekühlten Donuts verteilen, oder die Donuts von beiden Seiten in die Glasur tunken und genießen!

5 Kommentare zu “Frühlingserwachen

  1. Donuts, ich werd verrückt, an die Idee hab ich noch nicht mal gedacht! Kommt auf die Backliste, aber ganz schnell ;D

  2. Kitty Wu sagt:

    Oh, so ein Donutblech ist ne gute Idee! Der völlig überfüllte Küchenschrank wird zwar fluchen, aber ich glaube, ich muss es haben 😉 Schön geworden sind die! 🙂

  3. Also meine Küche platzt aus allen Nähten bei den ganzen Blechen und Formen, die ich in ihr lagere. Dein Küchenschrank schafft das auch noch!

  4. […] jedem Fall finde ich dieses Gebäck einfach unwiederstehlich. Ich hatte euch ja schon die Zitronen-Donuts vorgestellt, nicht frittiert, sondern […]

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