Thirty over Night

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März 26, 2013 von cairnsbirdwing

Geburtstagstage sind meine liebsten Tage.

Familie, Kuchen, gute Stimmung, Cupcakes, Teeküchlein und Freunde.

Wann hat man schon mal eine bessere Ausrede zum Backen, als Geburtstage? Und jede Menge Menschen, die mitessen! Man muss keine Ausreden finden, um hemmungslos zu schlemmen und die Kalorien zu vergessen.

Da Mr. Hubster gestern 30 geworden ist und man ihm mit Zitronen einen riesen Freude machen kann, habe ich schon vor Wochen beschlossen, dass dieser Geburtstag eine Zitronenschlacht ohne Gleichen werden wird. Zitronen-Cupcakes mit Baiserhäubchen, Zitronen Teeküchlein und eine Zitronen-Heidelbeer-Marmortorte mit Zitronenbuttercreme. Nach der großen Party am Wochenende gibt es dann noch zitronige Donuts. Dann reicht es aber auch erst mal mit dem Zitronen-Wahnsinn.

Das Rezept für die Torte stammt von Leigh Anne Wilkes. Ihr Webseite hat noch viele andere leckere Rezept, die zum nachbacken einladen.
Ich habe sie wie üblich nach unserem Geschmack abgeändert. Also weniger Zucker, mehr Zitrone und Fluffigkeit.

Mr. Hubster ♥ Zitrone!
Me ♥ Fluffigkeit!
Family ♥ Zitrone und Fluffigkeit!

Das Fazit des gestrigen Tages:
Man sollte die Rezepte und Mengenangaben lesen, wenn man backen will. Dazu im nächsten Eintrag mehr.
Und diese Torte MÜSST ihr einfach ausprobieren. Sowas von lecker und weich und saftig und zitronig und buttrig. Perfekt für Geburtstage, vor allem wenn man Eindruck schinden will. Und gut angekommen ist die Torte auch ohne Verzierung (mangels Zeit!)

Ein Traum in Buttercreme mit Beistand von der Cupcake-Front

Findet ihr nicht, die Torte sieht fantastisch aus? Zumal sie mein erster Versuch ist. Also ran an den Kuchen!

Zitronen-Blaubeer-Marmortorte mit Zitronenbuttercreme

Tortenstück

Ein leckeres Geburtstagsschmankerl!

Zutaten:

Kuchen:

  • 250 g Butter, Raumtemperatur
  • 280g Zucker
  • 2 TL Zitronenabrieb
  • 3/4 TL Zitronaroma (je nach Geschmack auf weniger, oder mehr!)
  • 7 Eiweiß (mindestens M)
  • 360g Mehl
  • 4 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 300 ml Milch (eigentlich ein bisschen weniger, ansonsten noch ein bisschen mehr Mehl dazugeben)
  • 1 Glas Heidelbeermarmelade mit Zitrone (selbstgemacht oder z.B. von Bonne Maman)
  • Drei 20 cm Durchmesser Springformen (ansonsten muss man leider drei mal backen)

(Französische) Buttercreme:

  • 225g Zucker
  • 60ml Wasser
  • 2 Eier, mindestens M
  • 375 g Butter, Raumtemperatur
  • 2 EL frisch gepressten Zitronensaft
  • 1 EL Zitronenabrieb

Zubereitung:

Kuchen:

  1. Den Backofen auf 175°C vorheizen.
  2. Die Springformen einfetten und mehlen, den Boden mit Backpapier auslegen.

    Komplette Form

    Ich frage mich immer, warum man die ganze Form mehlen muss, wenn man den Boden dann so oder so mit Backpapier auslegt!

  3. In einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz gut vermischen und beiseite stellen.

    Mehlmischung

    Rühren, rühren, rühren. Damit der Teig nachher gut aufgeht!

  4. Die Eiweiße zu Eischnee schlagen (der Geheimtipp meiner Oma für die besondere Fluffigkeit und bei Bisquit besonders wichtig!)

    Spitzen, Spitzen und der Schnee steht und gibt Fluffigkeit!

    Spitzen, Spitzen und der Schnee steht und gibt Fluffigkeit! Das bekommt Bertha mit links hin.

  5. Butter, Zucker, Zitronenabrieb und Zitronenaroma schaumig schlagen, bis die Masse schön fluffig ist.
    Diesmal habe ich nicht vergessen, die Zutaten undgemixt zu fotografieren.

    Diesmal habe ich nicht vergessen, die Zutaten ungemixt zu fotografieren.

    Schaumig bedeutet, so mein Experte, dass sich die Farbe der Mischen aufhellt. Wusstet ihr das? Ich nicht! Und um ehrlich zu sein, muss ich immer fünf mal hingucken, ob sich da was aufgehellt hat.

    Butter mit Zucker kann ich einfach nicht wiederstehen!

    Butter mit Zucker kann ich einfach nicht wiederstehen! Könnte die ganze Sauerei einfach aufessen.

    Den Rand mit einem Teigschaber immer wieder in die Mitte schaben!

  6. Abwechselnd die Mehlmischung und die Milch unter die Buttermasse geben.
    Das kommt davon, wenn man nur sein Handy für Photos hat. Handybömmel im Bild!

    Das kommt davon, wenn man nur sein Handy für Photos hat. Handybömmel im Bild!

    Die Reste immer wieder vom Rand kratzen. Solange rühren bis keine Klumpen mehr vorhanden sind.

    Ich glaube an die Gott des Backens! So ein Teig kann nur göttlich inspiriert sein!

    Ich glaube an die Gott des Backens! So ein Teig kann nur göttlich inspiriert sein!

  7. Anschließend den Eischnee vorsichtig unter die Masse heben, bis nur noch kleine Reste zu sehen sind.

    Ein Hauch vom untergehobenen Eischnee muss noch zu sehen sein.

    Ein Hauch vom untergehobenen Eischnee muss noch zu sehen sein.

  8. Anschließend ca. 250 g des Teiges  in eine kleine Schüssel füllen. Im Orginal Rezept steht ein Cup, wer eines hat benutzen, ansonsten eine Tasse, die 250 ml fasst tut es auch, oder abwiegen!
    Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft...

    Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

    2 1/2 TL Heidelbeermarmelade unter die Teigmasse mischen und gut verrühren.

    ... Heidelbeer-Zitronen Teig.

    … Heidelbeer-Zitronen Teig.

  9. Den restlichen Teig auf die drei Springformen verteilen, mehrmals leicht auf die Platte (oder Tisch) schlagen, damit er sich gleichmäßig in der Form verteilt, ansonsten mit dem Teigschaber möglichst glatt verteilen.

    Leichte Schäge wirken wahre Wunder.

    Leichte Schäge wirken wahre Wunder.

  10. Den Heidelbeerteig Löffelweise über den anderen Teig geben, mit einem Holzspieß die Massen marmorieren, die Massen dürfen sich nicht ganz vermischen. So sollte das dann aussehen:

    Der Kreativität freien lauf lassen - wenn ich welche hätte.

    Der Kreativität freien lauf lassen – wenn ich welche hätte.

  11. Für ungefähr 25 Minuten in den Backofen schieben, den Holzspieß Gartest machen, und wenn der Teig gar ist, rausnehmen.

    ... durftet die ganze Wohnung nach Bisquit!

    … durftet die ganze Wohnung nach Bisquit!

  12. 10-15 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Rost komplett abkühlen lassen.

    So fluffig weich, zitronig schön im Sonnenlicht!

    So fluffig weich, zitronig schön im Sonnenlicht!

Man kann den Kurchenteig also auch schon am Vortag backen (wie ich), damit man nicht in Zeitnot gerät (wie ich gerne).

(Französische) Buttercreme:

  1. Zucker und Wassser in einen kleinen Topf geben. Auf mittlerer Hitze zum kochen bringen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat.
  2. Dann ohne rühren weiter kochen lassen, mit einem Gebäckpinsel und etwas Wasser immer wieder den Zucker von den Rändern des Topfes ablösen.
        ZuckerresteDas hat bei mir leider nicht geklappt. Aber auch ohne das Ablösen des Zuckers ist das Sirup was geworden!

    Das hat bei mir leider nicht geklappt. Aber auch ohne das Ablösen des Zuckers ist das Sirup was geworden!

    Das Sirup so lange erhitzen, bis es 114°C  (dafür braucht ihr am besten ein Zuckerthermomethor) oder die sogenannte Soft-Ball-Phase erreicht hat. Das werde ich demnächst noch mal genauer erklären.

    Mein erster Sirup - und es hat funtkioniert!

    Mein erster Sirup – und es hat funtkioniert!

  3. In einer großen Schüssel die Eier kurz auf mittlerer Stufe verquirlen. Das heiße Sirup in einem langsamen, gleichmäßigen Fluss über den Rand der Schale. Es darf die Rührstäbe nicht berühren oder spritzen!
  4. Nachdem das ganze Sirup hinzugefügt wurde, den Mixer auf Mittelschnell stellen (wenn ihr einen Standmixer habt, seid ihr jetzt auf der richtigen Seite, ich mit meiner Bertha habe die Niete gezogen!) bis die Mischung fluffig und auf Körpertemperatur heruntergekühlt ist. Das kann zwischen 15 und 20 Minuten dauern, muss es aber nicht. Nach 8 Minuten war die die Mischung bei mir zum weiterverarbeiten bereit.

    Sirup und Eier

    So sehr ich Bertha auch liebe, aber gestern hätte ich mir einen Standmixer gewünscht! Nur für die Buttercreme!

  5. Das Tempo des Mixers wieder reduzieren, und nach und nach die weiche Butter (2-3 TL) hinzufügen. Zwischendrin gut weiter schlagen.                           Buttercreme 1      Buttercreme 2
  6. Zitronensaft und Zitronenabrieb hinzufügen.

    Jede Menge Butter, jede Menge Zucker!

    Jede Menge Butter, jede Menge Zucker! Die fast perfekte Buttercreme!

Den Kuchen zusammensetzten:

  1. Den ersten Boden auf eine Tortenplatte oder einen Tortenständer geben, mit Heidelbeermarmelade bestreichen (ruhig die Hälfte der übrig geblieben Marmelade).

    Die Marmelade riecht herrlicht heidelbeerig.

    Die Marmelade riecht herrlicht heidelbeerig.

  2. Den zweiten Boden darauflegen und die ganze Prozedur wiederholen – also die restliche Marmelade draufstreichen!
    Das Wachstum in die Höhe beginnt...

    Das Wachstum in die Höhe beginnt…

    Es hätte noch mehr Füllung sein können, bei der größe der Torte!

    Es hätte noch mehr Füllung sein können, bei der Größe der Torte!

  3. Den dritten Boden darauflegen und den Kuchen oben und an den Seiten mit Buttercreme überziehen.
    Himmlisch! Herrlich! Lecker!

    Himmlisch! Herrlich! Lecker!

    Aller Anfang ist schwer. Vor allem wen man das noch nie gemacht hat!

    Aller Anfang ist schwer. Vor allem wen man das noch nie gemacht hat!

  4. Mit Heidelbeeren und Zitronenschnitzen garnieren.

Das einzig schwierige ist, den Sirup in die richtige Konsitzenz zu bringen. Ich habe das gestern auch zum ersten Mal gemacht und es hat wunderbar funktioniert. Traut euch. Bei mir hat das auch geklappt. Mut zum Unbekannten.
Nach dem Fertigstellen der Torte solltet ihr diese am Besten kalt stellen, damit sie euch nicht halb zerläuft (wie mir!).

Heute im Garten...

Heute im Garten…

Nachdem ich es gestern nicht geschafft habe, ein Photo von der aufgeschnittenen Torte zu schießen, habe ich heute im Garten, bei strahlendem Sonnenschein, noch eines gemacht. Apropos gutes Wetter. Langsam habe ich das Gefüh, dassl der Wetter-Gott auf Zitronen-Schlemmereien steht. Habe euch sogar ein Beweisfoto gemacht:

Selbst die hässlichste Uni erstrahlt bei diesem Wetter!

Selbst die hässlichste Uni erstrahlt bei diesem Wetter!

Happy baking!

Ein Kommentar zu “Thirty over Night

  1. […] ungefähr 11 Küchlein pro Person? Und dazu gab es ja noch Zitronen-Cupcakes mit Baiserhaube und Zitronen-Heidelbeer-Marmortorte mit Zitronenbuttercreme! Rückgängig konnte ich meinen Entschluss nicht mehr machen, die Zutaten waren ja schon vermischt! […]

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